Gefragtes Gebräu

Neues Northeimer Bier: Erstes Fass "Georgs" war nach einer Stunde leer

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Großer Andrang herrschte beim Fassanstich der ersten 500 Liter „Georgs“ am Northeimer Siechenhaus am Rhumedamm.

Mit fünf Schlägen und weitgehend schaumfrei schlug Northeims Bürgermeister Simon Hartmann bei bestem Biergartenwetter das erste Fass „Georgs“, gebraut nach altem Northeimer Rezept, an.

Northeim – Auf dem mit viel Mühe angelegten Platz vor der Namensgeberin des Bieres, der Northeimer Georgskapelle (ehemaliges Siechenhaus) hatte das Team um Roy Kühne, Gerrit Weppner, Lutz Keese, Dieter Willamowski, Arne Nöhre, Christian Schulze und Torsten Müller auf ökologisch korrekten Hackschnitzeln einen norddeutschen Biergarten aufgestellt und 500 Liter Northeimer Bier angeboten – zu wenig, wie sich bereits nach knapp einer Stunde herausstellen sollte.

Denn schon lange vor dem Anstich spazierten aus allen Richtungen Paare und Familien zum ehemaligen Siechenanger und freuten sich, nach mehr als 40 Jahren wieder Northeimer Bier trinken zu können, auch wenn es nicht innerhalb der Stadtmauern gebraut wurde.

Doch die 500 Liter, die Kühne und sein Team in der Duderstädter Brauerei „Heimatliebe“ von Ottobock-Eigentümer Hans-Georg Näder haben brauen lassen, waren viel zu schnell weg.

Die Macher des „Georgs“: (v.l.) Lutz Keese, Roy Kühne, Torsten Müller und Gerrit Weppner. Es fehlen Dieter Willamowski, Arne Nöhre und Christian Schulze.

Wer jedoch Glück hatte, durfte sich – nach Beschreibung von Gerrit Weppner – über ein sehr süffiges, modernes Bier freuen, das wunderbar schmeckte und Lust auf mehr machte. Noch ohne Northeimer Wasser, aber mit Hallertauer Hopfen und Weihenstephaner Hefe wie zu Zeiten der Northeimer Brauerei waren auch Pils-Kritiker mit dem Bier sehr zufrieden.

Dazu gab es regionale Spezialitäten wie Wurst vom örtlichen Schlachter. Extra für den Anstich hatte auch Gitarrist „Jojo“ Schulze von Midnight Flash am Sonntag den Ofen seiner Berkaer Bäckerei angeheizt und unter tatkräftiger Hilfe des Georgs-Teams die Brötchen zur Grillwurst gebacken.

Dabei war der sonntägliche Anstich nur ein Probelauf. Laut Weppner soll ein Förderverein den ständigen Biergartenbetrieb vor der alten Georgskapelle organisieren. Auch die Installation einer eigenen Brauerei ist angedacht – die erforderlichen Sponsoren für die Renovierung des maroden Gemäuers und der notwendigen Brautechnik werden ab sofort gesucht.

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