Standortsuche der Polizei läuft noch

Neues Northeimer Obdachlosenheim könnte am Eschenschlag gebaut werden

Northeim. Den Bau der vorübergehenden Obdachlosenunterkunft aus Wohncontainern am Eschenschlag will die Stadt Northeim zum Anlass nehmen, die Fläche zur Bebauung freizugeben.

Die Errichtung der provisorischen Unterkunft, sagte Kämmerer Jörg Dodenhöft, ist der Anlass, das Areal städtebaulich zu entwickeln – sprich zu bebauen. Dafür sollen nicht nur die derzeitige Grünfläche, sondern auch die dazugehörenden Parkplätze geopfert werden.

Die Beschlussvorlage der Verwaltung sieht für das Gelände vor, dass dort „sozialen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen“ entstehen sollen. Dass sich hinter dieser Formulierung der geplante Bau einer neuen, dauerhaften Obdachlosenunterkunft verbergen könnte, wollte Dodenhöft nicht ausschließen. „Das könnte ein Standort sein. Wir suchen aber noch weiter“, sagte er auf Anfrage der HNA, dass die Frage, wo das neue Wohnheim gebaut werden soll, noch nicht entschieden sei.

Container sollen Anfang Mai bewohnbar sein

Die Aufstellung der fünf Wohn- sowie eines Büro- und zweier Sanitär-Container werde durch die geplante B-Plan-Änderung nicht verzögert, betonte Dodenhöft. Sie sollten eigentlich zum 1. Mai bezugsfertig sein. Einen neuen Termin, wann die Obdachlosen in Container einziehen können, nannte Dodenhöft am Mittwoch aber nicht.

Sie sollen voraussichtlich zwei Jahre in den Wohncontainern untergebracht werden. Die Stadt plant in dieser Zeit ein neues Wohnheim zu bauen, dass dauerhaft die bisherige, angemietete Unterkunft in der Northeimer Mauerstraße ersetzen soll. Diese gibt sie unter anderem wegen Brandschutzmängeln auf.

Von der 2300 Quadratmeter großen städtischen Fläche am Eschenschlag in der Nachbarschaft des Amtsgerichts, werden für die Wohncontainer nur knapp 300 Quadratmeter gebraucht.

Das geht aus der Beratungsvorlage der Stadt für den Bauausschuss hervor. Das übrige Gelände stünde also schon in der Zeit der provisorischen Unterkunft dort für eine Bebauung zur Verfügung.

Der Bauausschuss soll in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 2. Mai, über eine Änderung des Bebauungsplans für das Areal beraten.

Rubriklistenbild: © Weiss

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