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Neustart des Erfolgsmodells in der BBS II

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Von: Jacob von Sass von Sass

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Gehört bei der Bundeswehr dazu: Stabsfeldwebel Kittel hilft einem Schüler aus einer kugelsicheren Weste.
Gehört bei der Bundeswehr dazu: Stabsfeldwebel Kittel hilft einem Schüler aus einer kugelsicheren Weste. © hubert jelinek

Berufsinfomarkt bietet Schülern Infos zu Ausbildungsperspektiven. Über 70 Aussteller dabei.

Northeim – Wie geht es nach dem Schulabschluss weiter? Welcher Beruf ist der richtige? Genau diese Fragen stellen sich jedes Jahr unzählige Jugendliche und kennen dafür selten die passenden Antworten. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und die Schüler bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, findet auch dieses Jahr wieder der Berufsinfomarkt des Landkreises Northeim in den Berufsbildenden Schulen II statt.

Jan-Christopher Linck, Dezernent für Kreisentwicklung, ist glücklich darüber, dass die zweitägige Infoveranstaltung nach einer coronabedingten Zwangspause wieder ausgerichtet wird: „Den Berufsinfomarkt gibt es jetzt schon seit den 70er-Jahren. Er ist einfach ein Erfolgsmodell, das endlich wieder stattfinden kann. Dieses Jahr sind über 70 Aussteller für die Schüler dabei.“

Die Messe sei perfekt dafür, den Jugendlichen bei einer so großen Lebensentscheidung unter die Arme zu greifen. „Viele fragen sich nach dem Ende der Schullaufbahn, ob ein Studium oder eine Ausbildung das Richtige für sie ist. Mittlerweile gibt es aber auch Wege und Möglichkeiten beides parallel zu absolvieren. Auch darüber können sich die Gäste aus den verschiedenen Schulen hier heute informieren“, berichtet Linck.

Firma Schnitger aus Northeim ist mit einem Stand auf dem Berufsinfomarkt vertreten und sucht nach potenziellen neuen Auszubildenden als KFZ-Mechatroniker. Mitarbeiter Florian Kunst sagt: „Unsere Firma bietet einen Wartungsservice für Autokräne, Arbeitsbühnen und Lastwagen der Marke Scania an. Unsere Ausbildung ist also sehr vielfältig und geht über das klassische Beschäftigungsfeld eines KFZ-Mechatronikers hinaus.“

Bislang sei der große Andrang allerdings ausgeblieben. Man hoffe aber darauf, dass sich das noch ändere und vielleicht sogar zukünftige Auszubildenden unter dem Publikum dabei seien. Unter den über 70 Ausstellern ist auch die Bundeswehr, einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Stabsfeldwebel Kittel, Karriereberatung der Bundeswehr Göttingen, berichtet, dass jungen Menschen über 60 Ausbildungsberufe und 40 Studiengänge bei der Bundeswehr geboten werden.

„Wir wollen hier heute den Erstkontakt mit dem Arbeitgeber Bundeswehr herstellen und interessierten Schülern zeigen, wo die Reise bei uns hingehen könnte. Es gibt bei uns alle Berufe, die es auch im Zivilen gibt“, so Kittel.

Großer Andrang herrscht beim ifas, dem Institut für soziale Fragen Göttingen. Hier können die Schüler unter anderem den Beruf des Floristen besser kennenlernen und selber Blumensträuße binden. Mareike Letsch, Auszubildende im zweiten Lehrjahr als Floristin, erklärt die Arbeit des Göttinger Instituts näher: „Das Institut für soziale Fragen bietet in Kooperation mit den Betrieben unterschiedlichste Möglichkeiten der Ausbildung für Berufseinsteiger und Quereinsteiger an. Während der Ausbildung werden diese dann auch von uns unterstützt.“ Man arbeite dabei unter anderem mit Betrieben aus den Bereichen Floristik, EDV und Holzverarbeitung zusammen.

Termin: Auch heute können sich die Schüler noch von 10 bis 14 Uhr an den Ständen des Berufsinfomarkts über die angebotenen Berufe informieren. (Jakob von Sass)

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