Weiter Hoffnung auf Förderungen des Landes und des Bundes

Mehrheit im Northeimer Stadtrat stimmt dafür, Planungen für neue Schuhwallhalle wieder aufzunehmen

Das Gelände am Northeimer Schuhwall, auf dem einst die Gutenberg-Realschule stand.
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Auf dem Gelände, auf dem einst die Gutenberg-Realschule stand, soll in unmittelbarer Nachbarschaft des Hallenbades (rechts) die neue Sporthalle entstehen. Oben links die alte Schuhwallhalle.

Northeim – Die Stadt Northeim nimmt die Planung für den Neubau einer Sporthalle am Schuhwall wieder auf. Der Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Ende April beschlossene Aussetzung der weiteren Planungen für die Halle zu beenden. Für den SPD-Antrag stimmten neben den Sozialdemokraten auch die CDU und zwei der Mitglieder der Grünen-Fraktion. Hans Harer (Grüne) sowie die AfD-Fraktion enthielten sich.

Außerdem beschloss der Rat jeweils einstimmig, dass sich die Stadt für den Hallenneubau um die Aufnahme in Förderprogramme des Bundes und des Landes bemühen soll. „Wir brauchen Fördermittel von dritter Seite“ betonte unter anderem Malte Schober (CDU).

Uneinigkeit herrschte dabei im Rat, ob der Förderantrag aus dem Jahr 2018 für das nun neu aufgelegte Investitionspaket des Bundes zur Förderung von Sportstätten Aussicht auf Erfolg hat, basiert er doch nicht auf dem Siegerentwurf des Planungswettbewerbs für die Sporthalle, sondern auf einem zuvor vom Bauamt der Stadt erstellten Entwurf. Zweimal ist der Northeimer Antrag in Berlin bereits nicht zum Zuge gekommen. Für die Verwaltung bekräftigte der Abteilungsleiter Finanzmanagement, Nils Backhauß, das zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Antrag nicht korrigiert werden müsse. Später seien Anpassungen an die veränderte Planung noch möglich. Skeptisch dazu äußerten sich FDP und FUL. Nach Backhauß‘ Worten hat die Stadt mit der Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Northeim einen unentgeltlichen Mietvertrag für das ehemalige Realschulgelände am Schuhwall geschlossen, auf dem der Neubau entstehen soll.

Der Kauf sei für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant, wenn die stadteigene Sport- und Freizeit GmbH gegründet ist, die Bauherr für die Halle sein und sie später betreiben soll. Offen ist noch, ob die Kapitalausstattung der neuen Gesellschaft durch Kommunalkredite zulässig ist. Auch fehlt laut Backhauß noch die Auskunft des Finanzamtes, ob die stadteigene GmbH steuerlich so günstig gestellt sein wird, wie erwartet.

Konkret geht es dabei um die Frage, ob sie vorsteuerabzugsberechtigt sein wird oder nicht. Wenn ja, bekäme sie die in den Rechnungen an sie enthaltene Mehrwertsteuer erstattet. Damit würde der Bau der Sporthalle rund 2,5 Millionen Euro günstiger, als wenn die Stadt selbst die Halle bauen würde. Unterm Strich würde unter diesen Umständen bei einer Beteiligung des Landkreises Northeim mit drei Millionen Euro – aber ohne eventuelle Fördermittel von Bund und Land – eine Investitionssumme von 10,9 Millionen Euro bleiben, die über Kredite finanziert werden müsste.  ows

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