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Fiese Masche bei Whatsapp: Immer mehr Opfer im Kreis Northeim

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Von: Kathrin Plikat

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Online messaging applications WhatsApp
Durchschnittlich einmal pro Woche wird ein Einwohner aus dem Landkreis Northeim per Whatsapp Opfer von Betrügern. (Symbolbild). © dpa

Fast jede Woche fällt im Kreis Northeim jemand auf eine perfide Betrugsmasche bei Whatsapp herein - oft geht es um Tausende Euro.

Northeim – Die Polizei Northeim warnt erneut vor einer perfiden Betrugsmasche bei Messengerdiensten wie Whatsapp. Das Ziel der Betrüger ist immer das gleiche: Sie wollen gutgläubige Menschen um ihr Erspartes bringen, so Dirk Schubert, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Northeim.

Nach seinen Worten überweist im Landkreis Northeim durchschnittlich jede Woche ein Opfer mehrere Tausend Euro an die Betrüger. „Wenn man das hochrechnet, kommt da leider eine hohe Summe zusammen“, so Schubert weiter. Der Text, den die Opfer zunächst per SMS von einer unbekannten Nummer erhalten, beginnt fast immer so: „Hallo Mama/Papa. Mein Handy ist kaputt gegangen. Das ist meine neue Nummer. Speicher sie gleich ab und schick mit bitte eine WhatsApp-Nachricht.“ Diese Whatsapp-Abzocke ist nicht ganz neu, bereits Ende 2021 wurde gewarnt - und aktuell erneut in vielen Regionen. Erst vor wenigen Monaten hatte eine Seniorin aus Wanfried den Betrug mit Screenshots des Whatsapp-Chats aufgedeckt.

Perfide Whatsapp-Abzocke: Betrüger täuschen vermeintliche Notlage des Kindes vor

Alles wird „garniert“ mit Herzchen und Kuss-Smileys, sodass gleich eine Art Vertrauen aufgebaut wird. Danach kommen die Betrüger schnell zur Sache: Mit einer vermeintlichen Notlage wollen sie ihren Opfern Geld abluchsen, schreiben, dass sie wegen des neuen Handys das Online-Banking noch nicht nutzen können, aber dringend zwei Rechnungen bezahlen müssen. „Das geht mit dem neuen Handy nicht, das Geld gebe ich dir morgen zurück“, heißt es weiter.

„Und wer würde seinem Kind nicht aus einer finanziellen Misere helfen“, sagt Schubert. Zwei Überweisungen in Echtzeit sind schnell erledigt. Das Geld landet aber entweder auf einem ausländischen Konto, das die Betrüger eingerichtet haben und schnell wieder leerräumen.

Doch wie kommen die Betrüger überhaupt an die Handynummern ihrer Opfer? „Ein Problem ist, dass immer mehr Nummern in sozialen Netzwerken kursieren, viele melden sich zum Beispiel bei Facebook an und hinterlegen dort ihre Rufnummern. Außerdem benutzen immer mehr Menschen, auch Senioren, Messengerdienste wie eben Whatsapp“, sagt Schubert. „Zum Glück werden diese betrügerischen Nachrichten in den allermeisten Fällen ignoriert. Doch leider überweisen immer wieder gutgläubige Oper den Betrügern jede Menge Geld.“ (kat)

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