Northeimer Ortschaft

Niemand will Ortsvorsteher in Bühle werden

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Bühle: In der südlichsten Ortschaft von Northeim gibt es keinen Ortsrat mehr.

Bühle. Die Wahl eines Ortsvorstehers für die Ortschaft Bühle musste der Northeimer Stadtrat vertagen. Der Grund: Noch hat man niemanden gefunden, der die Aufgabe übernehmen will.

In Bühle gibt es seit Beginn der neuen Wahlperiode keinen Ortsrat mehr, weil sich auch dafür keine Kandidaten gefunden hatten. Nachdem der Ratsherr Jörg Seraphin (Grüne) die Ansicht vertreten hatte, es sei zu allererst Aufgabe der FDP, dort einen Ortsbeauftragten zu finden, schließlich habe die Partei in Bühle bei der Stadtratswahl mehr als zwei Drittel der Stimmen geholt, entspann sich eine kurze, aber heftige Diskussion.

Die FDP sei mit dem bisherigen Ortsbürgermeister Burkhard Ernst lange in der Verantwortung gewesen, hielt dabei der Liberale Tobias Schnabel entgegen.

Burkhard Ernst, der zehn Jahre lang das Amt des Ortschefs inne gehabt hat, begründete seine schon vor mehr als einem Jahr öffentlich gemachte Entscheidung, nicht wieder anzutreten, unter anderem damit, dass ein Ortsrat kaum etwas für sein Dorf erreichen könne. Als Beispiele dafür führte er den verlorenen Kampf um den Osterfeuerplatz am Mäuseberg und den geplanten Bau von Windkraftanlagen auf Nörten-Hardenberger Gebiet am Papenberg an.

Bis zur nächsten Ratssitzung im Februar soll die Suche nach einem Ortsvorsteher nun fortgesetzt werden. Bisher hatten weder SPD noch CDU dabei Erfolg. Für die Grünen erklärte dagegen Hans Harer: „Es sieht nicht ganz schlecht aus.“ Es bestehe die Aussicht, doch noch jemanden zu finden.

Aufgabe eines Ortsvorstehers ist es, die Interesse der Ortschaft gegenüber der Verwaltung, aber auch der Politik zu vertreten. Bleibt das Amt verwaist, so kündigte Bürgermeister Hans-Erich-Tannhäuser an, werde die Verwaltung regelmäßige Sprechstunden in Bühle abhalten, damit die Bürger Anliegen vortragen könnten.

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