Nitrat: Im Landkreis Northeim keine Probleme mit dem Grundwasser

Northeim. Der Landkreis Northeim hat keine Probleme mit zu hoher Nitratbelastung des Grundwassers. Die Belastung liegt deutlich unter dem Grenzwert, der bei 50 Milligramm Nitrat pro Liter (mg/l) liegt - das ergab eine Umfrage der HNA.

In Northeim liegt der Nitratwert bei 22,5 mg/l. Das geht aus einer Veröffentlichtung der Wasseranalyse im Internet hervor. Noch deutlich niedriger liegt der Wert in Uslar: Das Grundwasser enthält dort 3,5 mg/l. In Bodenfelde sind es 16,6 mg/l und in Wahmbeck 22,6 mg/l.

Die Wasseranalyse der Stadtwerke Leine-Solling für den Bereich Moringen ergab einen Nitratwert von 5,5 mg/l. Auch in der Gemeinde Katlenburg-Lindau gibt es keine Nitrat-Probleme, was nach Auskunft von Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese mit auf den Bundsandstein-Untergrund zurückzuführen ist. Der höchste Wert wurde mit 32,8 mg/l in Katlenburg gemessen, der niedrigste mit 8,5 mg/l in Gillersheim.

In der Gemeinde Kalefeld weisen die Brunnen Werte zwischen 10 mg/l (in Kalefeld) und 33 mg/l (in Eboldshausen) auf. Die Nitratwerte im Bereich Nörten-Hardenberg liegen ebenfalls unter dem Grenzwert von 50 mg/l. „Es ist alles im grünen Bereich“, bestätigt Ralf Schlemme vom Bauamt Nörten-Hardenberg.

„Wir haben kein Problem mit den Nitratwerten“, sagt auch Hartmut Danne, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Landvolk Northeim-Osterode. Für die niedrigen Nitratwerte werde aber auch einiges getan: So gebe es schon seit Jahren erfolgreiche Kooperationen zwischen den Wasserwerken und den Landwirten, die letztendlich auch von der Landwirtschaftskammer und privaten Beratungsträgern beraten werden. „Es ist ein Engagement da, die Nitratwerte niedrig zu halten. Wir wollen vorbeugen“, sagt Danne.

Als Ursache für hohe Nitratwerte gilt die Landwirtschaft: Das Nitrat gelangt vor allem durch Dünger in das Grundwasser.

Rubriklistenbild: © dpa

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