Durchschnittlicher Ertrag ist noch möglich

Keine größeren Schäden: Noch kann der Regen die Ernte 2015 retten

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Spuren der Trockenheit: An Standorten, an den der Boden das Wasser nicht so gut speichern kann, beispielsweise wegen eines steinigen Untergrunds, hat das Getreide – hier eine Weizenähre – bereits durch die fehlende Feuchtigkeit gelitten.

Northeim. Für die Landwirtschaft im Landkreis Northeim ist der Regen gerade noch zur rechten Zeit gekommen. Größere Schäden durch die Trockenheit hat es noch nicht geben.

Es gebe keinen Grund, alles schlecht zu reden sagte der Vorsitzende des Landvolk-Kreisverbandes Northeim-Osterode, Hartmut Danne. „Der Regen hilft jetzt noch". Andere Regionen seien von der Trockenheit viel stärker betroffen.

Hartmut Danne

„Höchsterträge erwarten wir nicht mehr“, sagt Danne. Aber eine durchschnittliche Ernte sei noch möglich. Voraussetzung sei aber, dass in nächster Zeit noch erhebliche Regenmengen falle, die Ernte dann aber bei gutem - sprich: trockenem, Wetter - stattfindet.

Vor allem Mais und Zuckerrüben bräuchten dringend Wasser, aber auch Getreide, Raps und Gras fehle Feuchtigkeit. „Viel Niederschlag in kurzer Zeit können wir nicht brauchen“, wünscht sich der Landwirt am liebsten anhaltenden leichten Landregen über längere Zeit.

„Jetzt sehen sie die schlechten Böden“, sagt Danne. Auf Ackerflächen mit steinigem Untergrund habe das Getreide erheblich gelitten. „Da ist auch nichts mehr zu retten.“ nach seiner Beobachtung hätten generell der Weizen etwas mehr gelitten als die Gerste.

Kaum Graswuchs

Am stärksten von der Trockenheit der vergangenen Wochen betroffen sind nach seinen Worten bisher die Futterbaubetriebe. Auf den Wiesen, wo vor rund drei Wochen der erste Schnitt stattgefunden hat, ist bisher nur wenig nachgewachsen.

Damit die Rinderhalter noch genügend Futter für ihre Tiere im Winter bekommen, müssten sie nun auf den dritten Schnitt hoffen. Der demnächst anstehende zweite, so Danne werde jedenfalls nur einen sehr geringen Ertrag bringen.

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