Änderung des Bebauungsplans lässt auf sich warten

Noch keine Stützmauern für Baugebiet am Northeimer Wieter in Sicht

Im Neubaugebiet am Wieter machen einige Regelungen des Bebauungsplans den Bauwilligen bei der Verwirklichung ihres Traums vom Eigenheim einen Strich durch die Rechnung.
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Im Neubaugebiet am Wieter machen einige Regelungen des Bebauungsplans den Bauwilligen bei der Verwirklichung ihres Traums vom Eigenheim einen Strich durch die Rechnung.

Die Häuslebauer im Neubaugebiet am Wieter müssen sich hinsichtlich einer Bauplanänderung weiter gedulden.

Northeim – Die Bauherren, die derzeit im neuen Baugebiet am südlichen Wieter ihre Häuser bauen, warten immer noch auf eine Änderung des dort gültigen Bebauungsplanes 125, für die sich der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt (PBU) bereits Anfang Juli ausgesprochen hatte (HNA berichtete). Nachdem auf Antrag von Ausschussmitglied Hans Harer (Grüne) das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt wurde, forderten sie am Montag in der jüngsten PBU-Sitzung Politik und Verwaltung auf, zumindest einmal darüber zu informieren, in welchem Umfang ihre Kritikpunkte bei der Änderung berücksichtigt werden können.

Bereits seit Februar dieses Jahres hatten die Bauwilligen darauf aufmerksam gemacht, dass insbesondere das im Bebauungsplan festgeschriebene Verbot für den Einbau von Stützmauern auf den in Hanglage befindlichen Grundstücken für einige Familien ein großes Problem sei, da bei Regen der Schlamm vom Hang herunterlaufe und bis zu einem Meter hoch an manchen Häusern stehe. Einer der Bauherren wies erneut darauf hin, dass es angesichts dieser Situation nicht einmal möglich sei, die Häuser zu versichern. Insofern bestehe dringender Handlungsbedarf. Den sah eine Zuhörerin auch im Hinblick auf die aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbaren zulässigen Trauf- und Firsthöhen, die einigen Eigentümern die Planungen für ihr Eigenheim erschwerten. Sie schlug vor, dass kurzfristig entsprechende Änderungen erarbeitet und dann möglichst schnell dem PBU zur Abstimmung vorgelegt werden sollten.

Dieser Vorgehensweise erteilte die Verwaltung allerdings mit Hinweis auf das Baurecht eine Absage. Bereits in der Julisitzung hatte der Northeimer Baurat Frederik Backhaus betont, dass sich die gewünschten Änderungen aus rechtlichen Gründen leider nicht so schnell umsetzen ließen, wie sich das die Beteiligten wünschten.

Als einer der betroffenen Bauherren erinnerte Jan Watermann daran, dass Ausschussmitglied Eckhard Ilsemann (FDP) bereits in der Juli-Sitzung vorgeschlagen hatte, die dem Beschluss zugrunde liegenden Begründungen für die kritisierten Einschränkungen noch einmal genauer zu prüfen, um den Bauherrn gegebenenfalls mit Ausnahmegenehmigungen helfen zu können. Bislang gebe es dazu aber leider keinerlei Informationen seitens der Verwaltung, bedauerte Watermann und bat darum, das Thema nicht auf die lange Bank zu verschieben: „Da muss jetzt endlich mal was passieren.“

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