Rekord-Weihnachtsgeschäft für Paketdienste

Noch nie so viele Pakete im Landkreis Northeim unterwegs

Pakete auf dem Boden vor einem Postauto
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Für Paketdienste gibt es diesmal vor Weihnachten mehr zu tun als in den vergangenen Jahren.

Durch den Lockdown haben die Paketdiendste vor Weihnachten noch mehr zu tun.

Northeim – Auch wer sein Weihnachtspaket bis zum Stichtag 19. Dezember um 12 Uhr bei der Post abgegeben hat, kann nicht hundertprozentig sicher sein, dass es noch rechtzeitig zum Fest ankommen wird.

„Eine Garantie, dass wir bis Weihnachten alles liefern, können wir leider nicht geben“, sagt DHL-Pressesprecher Jens-Uwe Hogardt auf HNA-Anfrage. In der vergangenen Woche seien bundesweit innerhalb von drei Tagen 11 Millionen Pakete ausgeliefert worden. „Das ist ein Rekord, und unsere Mitarbeiter arbeiten mittlerweile am Limit.“ Gerüchte, wonach im Landkreis Northeim die Briefpost aufgrund der vielen Paketsendungen mit Verzögerung zugestellt wird, kann Hogardt nicht bestätigen. Normale Briefe und Zeitungssendungen würden genauso pünktlich zugestellt wie die Pakete. Lediglich bei der sogenannten Dialogpost, also Werbebriefen, könne es vorkommen, dass die etwas später zugestellt würden.

Auch beim Hermes-Paketdienst hat man gut zu tun. „Wir befinden uns mitten im mengenstärksten Weihnachtsgeschäft aller Zeiten“, beschreibt Pressesprecher Sebastian Kaltofen die aktuelle Situation. „Insgesamt stellen wir zwischen Oktober und Dezember bundesweit rund 120 Millionen Sendungen zu, das ist ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.“

Pro Woche würden in diesem Jahr rund 10 Millionen Pakete ausgeliefert, manchmal liege der Spitzenwert sogar bei 12 Millionen.

Diese Entwicklung lasse sich auch an den Zahlen für den Landkreis Northeim ablesen, erklärt Kaltofen. Im November seien hier 75 000 Sendungen transportiert worden. Im vergangenen Jahr seien es nur 61 000 gewesen. „Für Dezember rechnen wir ebenfalls mit 75 000 Sendungen“, so Kaltofen. 2019 seien es 60 000 gewesen. „Wir gehen davon aus, dass die ohnehin hohen Paketmengen an den Tagen vor Heiligabend noch mal zunehmen werden.“ Sofern sich das Infektionsgeschehen nicht massiv verstärke, bleibe es dabei, dass Sendungen, die bis zum 21. Dezember in den Hermes-Paket-Shops abgegeben werden, bis Heiligabend zugestellt werden.

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