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Auf dem Northeimer Autohof hofft man auf schnelle Normalität

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Von: Kathrin Plikat

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Hofft, dass bald alles wieder „seinen normalen Gang geht“: Thomas Jordan betreibt seit 25 Jahren den Autohof Northeim-Nord.
Hofft, dass bald alles wieder „seinen normalen Gang geht“: Thomas Jordan betreibt seit 25 Jahren den Autohof Northeim-Nord. © Kathrin Plikat

Verhältnismäßig entspannt ist die Lage am Donnerstagmittag auf dem Northeimer Autohof. Während sich auf der angrenzenden Bundesstraße 3 der Verkehr wegen der Mega-Sperrung auf der Autobahn 7 in Richtung Northeim immer wieder staut, läuft auf dem Autohof fast alles normal.

Northeim - „Wenn ich ehrlich bin, ist inzwischen sogar weniger los, als zu normalen Zeiten“, sagt Thomas Jordan, seit 25 Jahren Betreiber des Aral-Autohofs. Einzig am Montag, als die A 7 wegen der Verschmutzung zwischen Northeim-Nord und Hann. Münden/Lutterberg gesperrt wurde, habe ein wenig Chaos rund um den Autohof geherrscht.

Der komplette Verkehr in Richtung Süden wurde an der in gut 100 Meter entfernt liegenden Anschlussstelle Northeim-Nord auf die B 3 abgeleitet. Viele Autofahrer nutzten dann nämlich laut Jordan die Möglichkeit zum Tanken, viele Lkw-Fahrer legten ihre vorgeschriebene Ruhezeit auf dem weitläufigen Parkplatz neben der Tankstelle ein. „Auf der Straße war das ganz schön chaotisch“, sagt er.

Dazu will er unbedingt auch ein Lob loswerden, und zwar für die Polizei. Denn die Beamten hätten am Montag am Kreisel Einbecker Landstraße, an dem Tag quasi Knotenpunkt für den Umleitungsverkehr, per Hand den Verkehr geregelt. „Das hat super geklappt und vermutlich das absolute Chaos verhindert“, so Jordan.

Jetzt ist es aber wieder ruhiger geworden: „Inzwischen meiden die Fahrer mit Ortskenntnis natürlich diesen Bereich oder fahren die empfohlenen weiträumigen Umleitungen, kommen also gar nicht bis Northeim. Die Lkw-Fahrer, die hier in Northeim abfahren müssen, weil sie in der Gegend Ware ausliefern, müssen eben in den sauren Apfel beißen und sich durch den Stau quälen“, sagt Jordan. Und das ist offensichtlich auch an diesem Donnerstag so: Vom Autohof Richtung Northeim bis zum Kreisel Einbecker Landstraße – eine Strecke, die man sonst in einer Minute schafft – dauert es heute 10 Minuten.

Auch wenn es auf dem Autohof von Thomas Jordan abends richtig voll wird auf dem riesigen Lkw-Parkplatz, weil die Fahrer „ja irgendwo schlafen müssen“, merkt er davon nichts in der Kasse. „Die Umsätze sind seit Montag ganz schön zurückgegangen“, sagt er. Darum hoffe er natürlich, dass die Autobahnsperrung bald wieder aufgehoben wird und alles seinen normalen Gang geht. Doch so richtig daran glauben will er das zumindest am Donnerstag lieber noch nicht: „Ich sehe es schon kommen, dass die Autobahn hier bei Northeim noch bis nächste Woche dicht ist.“ (kat)

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