Jurist muss sich vor Gericht verantworten

Anwalt aus Northeim soll Mandantengelder für sich behalten haben

+
Jurist steht selbst vor Gericht: Der Anwalt aus Northeim soll Mandantengelder unterschlagen haben.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat jetzt beim Amtsgericht Northeim gegen einen Northeimer Rechtsanwalt Anklage wegen Untreue in zwei Fällen erhoben.

Der Jurist soll zweimal Mandatengelder in einer Gesamthöhe von 1700 Euro unterschlagen haben.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen auf HNA-Anfrage mitteilte, soll der Rechtsanwalt von 2017 bis heute zum einen einem Ehepaar in einer Mietangelegenheit, in der es um die Rückzahlung einer Mietkaution ging, nur zwei Drittel der während des Rechtsstreits gezahlten Kaution weitergegeben haben.

500 Euro habe er für sich selbst behalten, mit dem Hinweis, es handele sich um seine Gebühr. Eine Gebührenrechnung habe er aber nicht erhoben.

Zum anderen soll er im zweiten Fall, einem Rechtsstreit um einen Pferdeanhänger, für einen Tierarzt 1200 Euro „erstritten“, das Geld aber bis heute ebenfalls nicht an seinen Mandaten weitergegeben haben

Dieser hatte den Anwalt mehrfach aufgefordert, das Geld zu zahlen. Ohne Erfolg, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. Daraufhin habe sich der Tierarzt einen anderen Anwalt genommen und die Rechtsanwaltskammer eingeschaltet.

Dort werde gegebenenfalls geprüft, ob dem Northeimer Anwalt die Zulassung entzogen wird. Dazu müsse aber zunächst das Verfahren abgewartet werden, hieß es weiter.

Untreue kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe geahndet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.