Northeim

Täter legt aus Wut Brand in Wohnhaus - Jetzt muss er in die Psychiatrie

Northeim: Nach Brand in Wohnhaus - Täter soll in Psychiatrie.
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Täter soll Brand aus Wut in Wohnhaus gelegt haben - Jetzt muss er in die Psychiatrie.

Nach einem Brand in einem Wohnhaus in Northeim soll der 36-jährige Brandstifter in einer Psychiatrie untergebracht werden. Er hat offenbar aus Wut gehandelt.

  • Ein 36-Jähriger hat einen Brand in einem Mietshaus in Northeim gelegt. 
  • Jetzt soll der Täter in der Psychiatrie untergebracht werden. 
  • Der Angeklagte aus Northeim soll aus Wut gehandelt haben.

Rund fünf Monate nach einer Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus in der Tschaikowskistraße in Northeim hat am Freitag (08.05.2020) vor dem Landgericht Göttingen der Prozess gegen einen damaligen Mieter des Neun-Parteien-Wohnhauses begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 36-Jährigen unter anderem schwere Brandstiftung und gefährliche Körperverletzung vor. 

Bei dem Brand im November 2019 hatten zwei Bewohner eine Rauchgasvergiftung erlitten und mussten stationär behandelt werden. Durch den Brand wurde das Haus unbewohnbar. 

Brand in Northeim: Feuer verursacht erheblichen Schaden

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft beläuft sich der Schaden auf rund 300.000 Euro. Feuerwehrleute hatten damals noch während der Löscharbeiten den Angeklagten im Garten auf der Rückseite des Gebäudes angetroffen. Nach Angaben der Polizei hatte sich der 36-Jährige aus Northeim, nachdem er mutmaßlich den Brand in seiner Erdgeschosswohnung gelegt hatte, vermutlich über einen Balkon im Hochparterre ins Freie gerettet. 

Als Feuerwehrleute den 36-Jährigen ansprachen, flüchtete er zunächst. Wenig später nahmen ihn Polizeibeamte fest. 

Brand in Northeim: 39-Jähriger soll in Psychiatrie untergebracht werden

Der Haftrichter am Amtsgericht Northeim erließ gegen ihn einen Unterbringungsbefehl. Der Angeklagte ist derzeit vorläufig im Maßregelvollzugszentrum Moringen untergebracht. 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte zur Tatzeit vermindert schuldfähig war. Da von ihm auch in Zukunft weitere erhebliche Taten zu erwarten seien und dieser somit eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle, strebt die Strafverfolgungsbehörde seine weitere Unterbringung in der Psychiatrie an. 

Brand in Northeim: Täter soll aus Wut gehandelt haben

Laut Anklage soll der 36-Jährige aus Northeim aus Wut gehandelt haben. Am Tatabend habe er in seiner Wohnung zunächst sämtliche Brandmelder deaktiviert, dann mehrere Spraydosen entzündet und Kleidungsstücke in Brand gesetzt. 

Außerdem habe er zahlreiche Teelichter angezündet. Dadurch habe sich in seiner Wohnung ein Vollbrand entwickelt. 

Brand in Northeim: Fluchtwege konnten wegen Rauchentwicklung nicht passiert werden

Da aufgrund der starken Rauchentwicklung das Treppenhaus verqualmt war, waren die Fluchtwege nicht passierbar. Die Feuerwehr brachte zwei Hausbewohner mit einer Drehleiter in Sicherheit. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, billigend in Kauf genommen zu haben, dass das Haus in Northeim durch den Brand zerstört und Bewohner gefährdet und verletzt werden könnten. Nach Angaben des Verteidigers wird sein Mandant keine Angaben zur Sache machen. 

Brand in Northeim: Prozess wird fortgesetzt

Zuvor hatte der Anwalt noch vor Verlesung der Anklage den Antrag gestellt, die Öffentlichkeit von der Verhandlung auszuschließen. Das Gericht lehnte diesen Antrag ab. Der Prozess wird übernächste Woche fortgesetzt.

Von Heidi Niemann

Video: Brandstiftung in Bristol

Auch in Bad Wildungen gab es einen Brand. Dieser verursachte einen erheblichen Schaden. Die Feuerwehr konnte schlimmeres verhindern.

Ende April kam es in Bad Nauheim zu einem Brand in einem größeren Wohnhaus. Während der Löscharbeiten haben Feuerwehrleute zwei Leichen gefunden. Nun steht die Identität fest. Im Kreis Northeim ist ein Bungalow in Flammen aufgegangen. Drei Personen sind bei dem Brand verletzt worden - eine davon schwer.

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