Tenor Ricardo Marinello im Hotel Freigeist

Northeim: Dauerregen kann auch Freude machen

Tolle Akustik: Ricardo Marinello und Pianist Mikhail Berlin beim Konzert im Freigeist-Hotel. Foto:  Jelinek

Northeim. Ein tolles Konzert erlebten die Gäste am Freitagabend mit dem italienischen Tenor Ricardo Marinello und Pianist Mikhail Berlin im Hotel Freigeist.

Eine laue Sommernacht, gerade ist die Sonne untergegangen. Der Platz ist wunderschön beleuchtet wie eine italienische Piazza, fröhliches Stimmengewirr, hier und da wird laut gelacht. Auf einem Holzsteg am See steht ein Flügel...

Eine wahrlich schöne Vorstellung vom Open-Air-Konzert mit dem italienischen Tenor Ricardo Marinello am Freitagabend im Hotel Freigeist in Northeim. Leider wurde sie nicht Realität: Der Dauerregen hatte dem Plan vom Konzert unter freiem Himmel einen klitschnassen Strich durch die Rechnung gemacht.

Veranstalter Tomas Sniadowski von der Northeimer Agentur citysoundz und Hoteldirektor Philipp Amberg mussten sich also schweren Herzens umentscheiden und das Konzert ins Innere verlegen.

Gänsehaut

Dennoch eine gute Entscheidung: Der Abend hatte so etwas von einem Wohnzimmerkonzert mit Freunden. Ricardo Marinello, begleitet von seinem Pianisten Mikhail Berlin, präsentierte seine fulminante Stimme, sorgte immer wieder für stehende Ovationen, Begeisterungsrufe und ab und an für eine Gänsehaut am ganzen Körper. Der RTL-Supertalent-Gewinner von 2007 kann aber nicht nur italienische Oper, sondern auch deutsche Operette, amerikanischen Pop und – weil er sein großes Idol ist – Udo Jürgens. Außerdem hat er einen tollen Humor.

So konnten seine 120 Gäste an diesem Abend nicht nur laut mitsingen und leise mitsummen, sondern auch herzlich lachen.

Als der sympathische Tenor im zweiten Teil des Konzertes das fröhliche neapolitanische Volkslied „Funiculi Funicula“ anstimmte, hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Sitzen. Sie sprangen auf, klatschten und jubelten so laut, dass es durch die geschlossene Tür des Veranstaltungssaals bis nach draußen zu hören war.

Veranstalter Tomas Sniadowski setzte sich dann selbst ans Klavier und präsentierte zusammen mit Ricardo Marinello das Stück „Angeli Lassu“, für das er den deutschen Text geschrieben hat.

Übrigens: Piazza-Stimmung kam auch im Freigeistsaal auf: In den hinteren Sitzreihen teilten sich zuvor Fremde die eine oder andere Flasche Wein, man kam ins Gespräch und hatten viel, viel Spaß. Fazit: Regen kann auch richtig viel Freude machen.

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