Radfahrer angeblich schwer verletzt

Fahrradunfall-Test in Northeim: Dickes Lob für Hilfsbereitschaft

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Unfallszenario in der Wallstraße: Die Feuerwehr hatte einen Fahrradunfall mit einem Schwerverletzten „aufgebaut“. Sofort wollte Passanten, Autofahrer und auch Busfahrer helfen.

Wie reagieren Menschen, wenn sie auf eine Unfallstelle mit einer schwer verletzten Person zukommen? Das testete die Northeimer Feuerwehr - und war überrascht vom Ergebnis.

Der Test lief am Rande einer  Großübung im neuen Wohnquartier Q 4 am Northeimer Wieter ab, bei der es um einen Wohnungsbrand ging.

Ein Fahrradunfall mit einem Schwerverletzten gehörte eigentlich zum Übungsszenario für die Feuerwehrleute. Als die Unfallstelle von den Organisatoren der Übung an der Wallstraße „aufgebaut“ wurde, boten sofort Passanten, Autofahrer und Fahrer von Linienbussen ihre Hilfe an.

Busunfall-Test in Northeim: Dickes Lob für Hilfsbereitschaft

Sie wurden natürlich von den Organisatoren darüber informiert, dass es sich „nur“ um eine Übung handele und bekamen ein dickes Lob für ihre Hilfsbereitschaft. „Das ist für uns ein positives Signal“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr im Anschluss.

Hintergrund für dieses Übungsszenario war ein Vorfall vor ein paar Wochen: Auf der Bundesstraße 248 bei Wiebrechtshausen waren zahlreiche Autofahrer an einem reellen, schweren Unfall vorbeigefahren, ohne zu helfen. Zwei Ersthelfer, darunter ein Mitglied der Northeimer Feuerwehr, hatten damals dem Autofahrer, der frontal gegen einen Baum gefahren war, geholfen.

Feuerwehr betont: Durch unterlassene Hilfsleistung macht man sich strafbar

Die Feuerwehr betont in dem Zusammenhang, dass man sich durch unterlassene Hilfeleistung strafbar mache. Auch sei es für die verletzte Person ein schreckliches Gefühl, wenn niemand hilft.

Wichtig sei, zunächst die Unfallstelle abzusichern und sich selbst nicht in Gefahr zu bringen. Dann solle der Ersthelfer sich einen Überblick verschaffen und den Notruf 112 wählen. Die speziell ausgebildeten Mitarbeiter der Einsatzleitstelle sorgen laut Feuerwehr dafür, dass Rettungskräfte schnellstmöglich alarmiert werden. Und: Sie unterstützen am Telefon während der Erstversorgung der Verletzten.

Informationen zum richtigen Verhalten am Unfallort gibt es bei allen rund 150 Feuerwehren im Landkreis Northeim sowie bei den Rettungsorganisationen, die das ganze Jahr über Erste-Hilfe-Lehrgänge anbieten und der Polizei.

Im vergangenen Jahr hat in Northeim ein illegaler LKW-Crash-Test Fragen aufgeworfen. Bei dem spektakulären Unfall wurde der Fahrer schwer verletzt.

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