Rund ein Drittel fällt im ersten Anlauf durch

Tüv: Jedes dritte Auto in der Region hat erhebliche Mängel

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Blick unters Fahrzeug: Hans-Joachim Mick (links) und sein Kollege Karlheinz Teutsch bei der Untersuchung eines Morgan, Baujahr 1971. Der gut gepflegte englische Oldtimer bestand die Tüv-Prüfung auf Anhieb.

Northeim. Jedes dritte Fahrzeug im Landkreis Northeim fällt bei der Tüv-Prüfung durch. Das geht aus Statistiken hervor, die der Tüv Nord für seine Stationen in Northeim und Uslar vorgelegt hat.

In Northeim bekamen im Vorjahr 37,1 Prozent der 4500 vorgestellten Autos das Siegel im ersten Anlauf nicht, in Uslar waren es 31,5 Prozent von 2100. In Northeim gab es sieben absolut verkehrsunsichere Fahrzeuge, die stillgelegt werden mussten, in Uslar keins.

Auf der Positivseite der Statistik stehen in Northeim: 48 Prozent der untersuchten Autos hatten gar keine Mängel, in Uslar waren es 42 Prozent.

Ein Grund für die hohe Durchfallquote dürfte im relativ hohen Altersschnitt der Fahrzeuge liegen. In Northeim lag der Alterdurchschnitt bei 9,2 Jahren und 100.000 Kilometer Laufleistung. In Uslar waren die Autos durchschnittlich 9,8 Jahre alt und 112.000 Kilometer gefahren.

Die drei Jahre alten Autos, die erstmals zur Hauptuntersuchung müssen, werden häufig in Vertragswerkstätten überprüft, erläutert Hans-Joachim Mick, Leiter der Tüv-Station in Northeim. Die Ergebnisse fließen zwar in die Tüv-Gesamtstatistik ein, werden aber keiner Station zugerechnet.

Deshalb fällt die Gesamtstatistik des Tüv Nord auch besser aus. Diese weist aus, dass nur 24,7 Prozent der Autos zu einer zweiten Nachuntersuchung kommen mussten und 61,9 Prozent gar keine Mängel hatten.

Die größte Mängelquelle ist nach wie vor der Bereich Beleuchtung und Elektrik, gefolgt von Bremsen und dem Bereich Umweltbelastung. Schon eine verkehrt eingesetzte Scheinwerferlampe ist ein erheblicher Mangel, erläutert Mick Die Folge: Die Tüv-Plakette gibt es erst beim nächsten Mal.

Er registriert auch zunehmend Probleme mit Korrosion an Bremsleitungen. Weil dabei in letzter Konsequenz das Platzen der Leitung und damit der Verlust der Bremswirkung droht, bekommen betroffene Fahrzeuge keine Plakette.

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