Northeim gedenkt der Opfer von Paris

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Ein Zeichen der Anteilnahme: Hier hängen (von links) Mustapha, Lara und Jessica (alle Klasse 9c der Gutenberg-Realschule) Kerzen an einer symbolischen Stellwand auf.

Northeim. In Schulen, Betrieben und Verwaltungen im Landkreis Northeim haben die Menschen am Montag um 12 Uhr der Opfer der Terroranschläge gedacht.

Wie in vielen anderen Schulen wurden in der Gutenberg-Realschule in Northeim Schüler und Lehrer in den Klassen- und Fachräumen um 12 Uhr per Lautsprecherdurchsage zu einer Gedenkminute aufgerufen. Die Schüler konnten außerdem an einer eigens dafür aufgestellten Stellwand symbolisch gezeichnete Kerzen als Zeichen der Anteilnahme des Respekts gegenüber den Opfern aufhängen.

Auch an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Moringen stand das Schulleben für einen kurzen Moment still. Um Punkt 12 Uhr richtete sich Schulleiter Markus Hohmeister per Lautsprecher an Schüler und Lehrer und leitete damit die Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge von Paris ein.

„Dieser Terrorakt ist auch ein Anschlag auf unser freies Leben, das wir bislang selbst gestaltet haben“, sagte Hohmeister. Besonders den vielen tausend Menschen, die vor genau diesem Terror geflohen sind, gelte nun besonderer Schutz. „Sie suchen nach einem Leben in Frieden und das sollen sie bei und mit uns auch leben können.“ Das Schulleben sei ein Beispiel dafür, dass Verschiedenheit auch verbinden könne. „Unabhängig von der Herkunft, der Religion oder der Hautfarbe leben und arbeiten wir im Alltag zusammen“, so Hohmeister. Ein solcher Terrorakt – so schrecklich er auch sei – dürfe nicht am Verständnis für das Leben in Freiheit rütteln.

Aktualisiert um 17.10 Uhr.

Am Northeimer Gymnasium Corvinianum wurden Lehrer und Schüler um 12 Uhr ebenfalls per Lautsprecherdurchsage zu einer Schweigeminute aufgefordert. In Klassen, in denen Klassenarbeiten und Klausuren geschrieben wurden, bekamen die Schüler deshalb am Ende der Stunde eine zeitliche Zugabe.

Relativ spontan hat das Gymnasium Uslar am Montag zu einer gemeinsamen Schweigeminute im Forum aufgerufen. Über 500 Schüler folgten dem Aufruf und gedachten der Opfer der Terroranschläge von Paris. Peter Reiter, Mitglied der Schulleitung, begrüßte die Schüler. Auf der Bühne brannten Kerzen, davor stand eine französische Flagge.

In Uslar folgten viele Menschen dem Aufruf zur europaweiten Schweigeminute. So gedachten die Mitabeiter der Firma Terex (früher Demag) an ihren Arbeitsplätzen der Terroropfer. Ebenso handhabte es die Stadtverwaltung Uslar: Jeder Mitarbeiter hielt an seinem Arbeitsplatz kurz inne. So auch in der Kreisverwaltung in Northeim. Vor dem Kreishaus wurde am Montag außerdem halbmast geflaggt.

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