„Northeim kann helfen“

Benefiz-Fußballspiel und Spenden bringen 15 200 Euro für Flutopfer

Sind alle Sieger: Die Fußballer von FC Eintracht und Pro Rettung Northeim sorgten für temporeichen Fußball.
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Sind alle Sieger: Die Fußballer von FC Eintracht und Pro Rettung Northeim sorgten für temporeichen Fußball.

„Northeim kann helfen – schnell und unkompliziert“, stellte Dr. Roy Kühne, Vorsitzender der Stiftung Pro Rettung Northeim angesichts der großen Spendenbereitschaft für die Flutopfer im Südwesten Deutschlands fest.

Northeim – Mit nur wenigen Tagen Vorlauf organisierte die Stiftung zusammen mit dem FC Eintracht Northeim ein Benefizfußballspiel. Beide Vereine stellten kurzerhand Teams zusammen, die sich am Freitagabend vor über 400 Zuschauern ein spannendes Spiel lieferten.

Am Ende kamen rund 7400 Euro für den guten Zweck zusammen, der am Abend durch Spenden auf 15 200 Euro aufgerundet wurde. Die größte Spende kam von den Wasserfreunden Northeim, die durch ein Sponsorenschwimmen 5335 Euro einwarben. „Das ist eine tolle Sache, dass die Wasserfreunde sich unserer Aktion angeschlossen haben“, sagte Mitorganisator Dr. Roy Kühne. Ernst Müller, Geschäftsführer von Murer-Feuerschutz (Greene), gab 2500 Euro hinzu.

Angesichts des Leids der Betroffenen im Hochwassergebiet kam in der Stiftung Pro Rettung der Wunsch zur schnellen Hilfe auf. Beeindruckend für Kühne war, wie schnell Solidarität mit den Betroffenen gezeigt werde. Was innerhalb einer Woche mit vielen auf die Beine gestellt wurde, war seiner Ansicht nach beeindruckend. „Als ich Hartmut Denecke von Eintracht Northeim anrief, sagte er sofort Ja“. Während der Fußballclub Spieler aus allen Mannschaften, von den F-Mädchen bis zu den U-23-Herren, ins Team aufnahm, machte Pro Rettung einen Aufruf bei den Northeimer Rettungsorganisationen, die ebenfalls viele Spieler entsendeten.

Alle der über 30 Eintracht- und 25 Pro-Rettung-Spieler kamen zum Zuge, weil oft und massiv gewechselt wurde. Stadionsprecher Moritz Braukmüller und Gastsprecher Tomas Sniadowski moderierten das Spiel und sorgten für Hintergrundwissen. Am Ende waren die jungen Spieler von FC Eintracht Northeim im Vorteil, weil sie seit Monaten wieder wöchentlich trainieren. Beim Pro-Rettungs-Team war das 30-minütige Warmmachen vorm Spiel das einzige Training. Das DRK übernahm unentgeltlich den Sanitätsdienst und versorgte zusammen mit dem Team des Gesundheitszentrum Dr. Roy Kühne die „kleinen Wehwehchen“ der Spieler. Das Ergebnis des 60-minütigen Spiels (9:2 für Eintracht) und des zusätzlichen Elfmeterschießens (4:2) waren aber nur Nebensache, denn die Hilfe für die Betroffenen der Flutkatastrophe stand im Vordergrund.

Sorgten für Stimmung: Der Fanfarenzug Lindau trat beim Benefizspiel auf und erhielt viel Applaus.

Dank Sachspenden von Tobias Schnabel (Bratwürstchen und Brötchen), Martin Deutsch/Einbecker Brauerei (Bier), Jörg Traupe (Getränke) und Sven Gippert (Obst und Zutaten für Crepes) kam der Erlös an den Verpflegungsständen zu 100 Prozent der Hilfsaktion zugute. Horst Weihrauch stellte zudem einen Reisebus samt Fahrer zur Verfügung, der den Fanfarenzug Lindau zu seinem Konzert in der Halbzeitpause holte und nach dem Spiel wieder Hause brachte. „Das ist eine tolle Veranstaltung, die die große Solidarität der Northeimer zeigt“, freute sich auch Northeims Bürgermeister Simon Hartmann. Zusammen mit Pastor Jens Gillner beteten alle Besucher und Spieler für die Betroffenen und Helfer.

Das Geld soll nach Auskunft von Dr. Roy Kühne an die Hochwasserhilfe im betroffenen Rhein-Erft-Kreis fließen. Wunschprojekt von Pro Rettung sei die dortige Kinderbetreuung. (Von Roland Schrader)

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