Böschung auf A 7 abgerutscht

Northeim: Kilometerlange Staus auf Autobahn und in der Stadt

Die Planungen laufen auf Hochtouren: AmFreitag traf sich Mitarbeiter von Via Niedersachsen mit Sachverständigen und der Polizei, um sich das Ausmaß des abgerutschten Hanges anzusehen und das weitere Vorgehen zu planen. Foto: Jelinek

Echte / Northeim. Wer am Freitag von der Autobahn 7 in Richtung der Abfahrt Echte im Pkw unterwegs war, der brauchte viel Geduld.

Eine kurzzeitige Vollsperrung und insgesamt zwölf Kilometer Stau kosteten die Autofahrer nicht nur auf der Autobahn einige Nerven. Auch in der Northeimer Innenstadt staute sich der Verkehr auf den Straßen.

Was war passiert? Am Donnerstagabend war, vermutlich aufgrund der starken Niederschläge der vergangenen Tage, an der Anschlussstelle Echte die Böschung auf einer Länge von 30 Metern um einen Meter abgerutscht. Betroffen davon war neben der Standspur der Autobahn auch die Lärmschutzwand.

Hier war Geduld gefragt: Nicht nur auf der Autobahn 7 staute sich der Verkehr, auch wie hier in der Einbecker Landstraße kamen Autofahrer aufgrund der Sperrung nur langsam voran. Foto: Goedecke

Bereits am Freitagmorgen traf sich Matthias Schmidt, Geschäftsführer der Via Niedersachsen, mit Sachverständigen sowie der Autobahnpolizei, um die Situation vor Ort zu analysieren. „Wir haben eine Begehung mit dem Gutachter gemacht sowie Boden- und Kernproben genommen“, so der Chef der Betreibergesellschaft des Autobahnabschnitts. „Wir mussten die Fahrbahn an dieser Stelle außerdem kurzzeitig voll sperren, damit wir neue Fahrspuren einziehen konnten“, teilte Schmidt auf Nachfrage der HNA weiter mit.

In der Folge sorgte der umgeleitete Verkehr der A 7 auch in der Northeimer Innenstadt für verstopfte Straßen. Wer hier unterwegs war, musste kurzfristig einige Minuten mehr für seinen Weg einplanen.

Ursache noch unklar

Was genau zu dem Schaden an der Betondecke des Fahrbahn-Standstreifens geführt hat, vermochte Schmidt auch nach der Begehung mit dem Sachverständigen nicht zu sagen.

„Die entnommenen Proben werden nun eingehend untersucht. Die Ergebnisse geben dann Aufschluss über die tatsächliche Ursache der Fahrbahn-Absenkung“, so der Via Niedersachsen-Geschäftsführer. Er betonte, dass die Fahrbahn an dieser Stelle sehr alt sei, was unter Umständen ebenfalls eine Rolle bei dem plötzlichen Erdrutsch spielen könne.

Sanierung wird geplant

„Ich rechne mit den Untersuchungsergebnissen der entnommenen Proben spätestens am Dienstagmorgen“, so Schmidt. Erst, wenn diese vorlägen, könne man anfangen, notwendige Sanierungsmaßnahmen für die betroffene Fahrbahnstelle auf der Autobahn 7 zu planen. „Diese werden dann schnellstmöglich in die Wege geleitet.“

Bis dahin müssen Autofahrer an dieser Stelle ihren Fuß ein wenig vom Gas nehmen und Geschwindigkeit auf 60 Kilometer pro Stunde drosseln, werden jedoch wieder zweispurig in Richtung Norden an der betroffenen Stelle vorbeigeführt. 

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