Kosten für Müllabfuhr bis 2022 gleichbleibend

Abbau der Gebührenüberschüsse von Northeims Kreisabfallwirtschaft dauern an

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Die Müllgebühren im Landkreis Northeim bleiben – mit einer kleinen Ausnahme – noch zwei Jahre konstant. Anschließend ist eine Anhebung der Gebühren wahrscheinlich.

Auf diese Formel lässt sich die Gebührenkalkulation der Kreisabfallwirtschaft bringen, der der Abfallwirtschaftsausschuss in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt hat und die in der Kreistagssitzung am Freitag, 22. November, beschlossen werden soll.

Die Restmüll- und Biomüllgebühren sind seit mehreren Jahren nicht auskömmlich. Das heißt, sie decken die Kosten nicht. 

Der Kreistag hatte wegen erwirtschafteter Überschüsse die Müllgebühren 2014 um 5 Prozent und 2017 noch einmal um 14,2 Prozent gesenkt, damit die aufgehäuften Überschüsse wieder abgebaut werden. 

Das Gebührenrecht schreibt vor, dass mit Gebühren keine Gewinne erzielt werden dürfen, sondern sie nur kostendeckend sein können. Gibt es Überschüsse, müssen sie durch Gebührensenkungen an die Bürger zurückfließen.

Northeim: Kosten für Müllabfuhr bis 2022 gleichbleibend

Wie in der Sitzung des Kreisabfallwirtschaftsausschusses deutlich wurde, wird das verbliebene Polster voraussichtlich 2022 aufgebraucht sein. Dann müssten die Gebühren wieder steigen.

Im vergangenen Jahr hat die Kreisabfallwirtschaft mit Leiter Dirk Fröchtenicht an der Spitze allerdings ein deutlich geringeres Defizit erwirtschaftet als vorher kalkuliert. 

Mit einem Minus von 1,3 Millionen Euro war vorher kalkuliert worden. Tatsächlich waren es dann nur 540 000 Euro. Und auch im laufenden Jahr wird das prognostizierte Defizit wohl unterschritten. 1,4 Millionen Euro waren erwartet worden. 

Nach dem Stand des dritten Quartals geht die Kreisabfallwirtschaft nur noch von einem Minus von 1,2 Millionen Euro aus. 

Für die beiden kommenden Jahre erwartet die Kreisabfallwirtschaft Defizite von 2,5 Millionen Euro (2020) und 2,7 Millionen Euro (2021).

Geringe Mehrkosten, bei gleichzeitig sinkenden Gebühren

Nur die Gebühr für die Anlieferung von Bodenaushub steigt im kommenden Jahr. Sie kostet künftig 75 Cent pro 100 Kilogramm (bisher 51 Cent). Die Gebühr für die Selbstanlieferung von Abfall sinkt dagegen von 25,50 Euro pro 100 Kilogramm auf 21,50 Euro.

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