Moringen und Uslar sagen Nein, Northeim will diskutieren

Pferdesteuer in den meisten Kommunen in Northeim kein Thema

Northeim. Nachfrage in einigen Rathäusern im Landkreis Northeim: Moringen und Uslar sagen Nein zur Pferdesteuer, Northeim will darüber diskutieren.

Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig vor einigen Wochen, wonach Pferdehalter von den Kommunen sehr wohl zur Kasse gebeten werden können, hat die Diskussion wieder Fahrt aufgenommen. Pferdehalter hatten gegen die Gemeinde Bad Sooden-Allendorf in Hessen geklagt, weil sie 200 Euro Steuer pro Jahr zahlen sollten.

Wir haben in einigen Rathäusern im Kreis Northeim nachgefragt. Uslars Bürgermeister Torsten Bauer winkt sofort ab: „Wir haben hier viele Pferde, die Tiere sind ein Wirtschaftsfaktor und außerdem touristisch interessant.“ Das alles solle durch eine Pferdesteuer nicht gefährdet werden. Ein Pferd koste den Besitzer im Schnitt jährlich 2000 Euro, so Bauer, das sei viel mehr als die Kosten für ein Kleintier.

Der Einführung einer Pferdesteuer komplett verschließen will sich die Stadt Northeim dagegen nicht. „Wir haben mit den Flüchtlingen und der Innenstadtgestaltung gerade zwar wichtigere Themen auf der Agenda, aber im Blick haben wir die neue Steuer schon“, sagte Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser auf Anfrage. Noch sei die Steuer aber kein Thema in den politischen Gremien. „Wir haben das aber auf dem Schirm und werden auch mit Sicherheit in absehbarer Zeit darüber diskutieren müssen“, so Tannhäuser.

Überhaupt kein Thema ist die Pferdesteuer dagegen in Moringen, sagte Bürgermeisterin Heike Müller-Otte. Zwar ist in dieser Woche im Finanzausschuss während der Diskussion über mögliche Einnahmequellen für die hoch verschuldete Stadt Moringen auch die Pferdesteuer kurz Thema gewesen (HNA berichtete). Doch Müller-Otte versichert: „Wir werden mit dem Haushalt 2016 mit Sicherheit keine Pferdesteuer erheben.“

Rubriklistenbild: © Archivfoto

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