Verwaltungsgericht widerspricht Center-Management

Räumung der Wohnungen im Northeimer Grafenhof ist vorerst vom Tisch

Northeim. Die von der Stadt Northeim angeordnete Räumungsverfügung für die beiden Wohntürme des Grafenhof-Komplexes ist laut Center-Management am Freitag vom Verwaltungsgericht Göttingen aufgehoben worden.

Das behauptete Center-Manager Martin Turza von der Coriander Consulting & Construction (CCC) als Eigentümerin des Grafenhofs, am Freitag gegenüber der HNA. Dr. Dieter Wenderoth, Sprecher des Verwaltungsgerichts, widersprach dem Center-Manager im Gespräch mit der HNA allerdings vehement: „Was CCC hier in die Welt setzt, ist die Unwahrheit. Es gibt noch keine richterliche Entscheidung“. Die Stadt sei nur gebeten worden, bis zu einer Entscheidung die Räumungsverfügung nicht zu vollstrecken: „Wir wollen damit Zeit gewinnen, um über den Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz zu entscheiden“. 

Auch der amtierende Northeimer Verwaltungschef Jörg Dodenhöft teilte Freitagabend mit, bisher habe es vom Gericht nur eine mündliche Bitte gegeben, die Räumungsverfügung auszusetzen. 

Am Donnerstag hatte laut CCC einer der Mieter gegen die städtische Räumungsverfügung einstweiligen Rechtsschutz beim Verwaltungsgericht beantragt: „Der zuständige Richter hat sehr schnell reagiert und am Freitag dem Mieter einstweiligen Rechtsschutz gewährt“, sagte Turza. Gleichzeitig habe der Richter in einer Mitteilung die Stadt Northeim aufgefordert, den einstweiligen Rechtsschutz auch für alle anderen Mieter anzuerkennen.

Einstweiliger Rechtsschutz wird von Gerichten gewährt, um bei dringenden Fällen vor der Entscheidung über eine Klage Rechte einer Partei (in diesem Fall der Mieter) zu schützen 

Demnächst würden sich CCC und die Stadt Northeim laut Turza vor dem Verwaltungsgericht treffen. Dann werde es auch um die geforderten Brandschutzmaßnahmen für den Grafenhof-Komplex gehen. Turza: „Unser Ziel ist, dass wir hier zu einer Einigung kommen“.

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