"Kleiner Beitrag zum Klimaschutz"

Northeim: SPD will Radverkehr in der Stadt fördern

Radfahren in Northeim: Die SPD will über die bestehenden Radwege hinaus (hier: Göttinger Straße) das Radeln in der Stadt attraktiver machen. Foto: Niko Mönkemeyer

Northeim– Die SPD-Ratsfraktion will Northeim für Radfahrer attraktiver machen. Sie hat dafür einen Katalog mit Vorschlägen erarbeitet, die, so die Forderung der Sozialdemokraten, bereits vor der Beschlussfassung über den neuen Verkehrsentwicklungsplan umgesetzt werden soll.

Die Vorschläge sind, so teilten SPD-Fraktionschef Marek Meyer und Fraktionsmitglied Berthold Ernst mit, nach Gesprächen mit dem ADFC zusammengestellt worden.

„Wir sind geprägt vom Auto. Davon müssen wir wegkommen“, sagte Ernst. Verbesserungen für Radfahrer, so sind die beiden Sozialdemokraten überzeugt, sind einer einerseits gut für den Tourismus, leisten anderseits aber auch einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz, weil gerade für kurze Wege der Umstieg vom Auto aufs Rad erleichtert werde.

Das schlägt die SPD vor:

. Einbahnstraßen sollen im Innenstadtbereich von Radfahrern auch in der Gegenrichtung befahrbar sein.

. Wieterstraße und Markt, die für die Stadtbusse geöffnet sind, sollten auch für den Radverkehr befahrbar sein, damit der Innenstadtbereich in Nord-Süd-Richtung leicht zu durchfahren ist.

. Als Ost-West-Querung der Innenstadt sollten Obere Straße und Zwinger in beiden Richtungen für Radler befahrbar sein.

. Insbesondere am Bahnhof, aber auch in der Innenstadt sollten mehr Fahrradboxen aufgestellt werden, um gerade für hochwertige Räder einen effektiven Schutz vor Diebstählen zu bieten.

. Die Fahrradspuren bei kombinierten Rad- und Fußwegen sollen deutlich optisch markiert werden. In vielen Bereichen, so die SPD, sei die farblich abgesetzte Pflasterung verblasst.

. An Kreuzungen sollen Radwege deutlicher gekennzeichnet werden.

. An Ampelmasten und an Straßenlampen sollen an Kreuzungen Haltegriffe für Radfahrer angebracht werden.

. Bei einer Radverkehrsschau sollen die Defizite im Bereich des Radverkehrs in Northeim erfasst werden.

Mit Ausnahme der Aufstellung von zusätzlichen Fahrradboxen, so betonten Meyer und Ernst, ließen sich alle Vorschläge mit sehr geringem finanziellen Aufwand kurzfristig umsetzen.   

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