Kulturförderung in Northeim läuft wieder an

Stadt Northeim gibt Geld für Feste und Theater

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Theater der Nacht in Northeim. 

Northeims Ratspolitiker nickten in der Etatberatung des Kulturausschusses reihenweise Zuschüsse für Kulturanbieter und Feste in der Stadt ab.

 Noch vor Jahren musste die Stadt Northeim wegen Überschuldung rigoros freiwillige Leistungen streichen. Das soll sich angesichts mittlerweile abgebauter Altschulden ändern. Der Ausschuss für Schule, Bildung und Kultur Kultusausschuss  segnete einstimmig gleich etliche Zuschüsse ab.

Die beiden wichtigsten Empfehlungen: Sowohl für das Stadtfest als auch für das Theater der Nacht sollen vorbehaltlich der Zustimmung auch im Rat je 25.000 Euro bereitgestellt werden. Für das Stadtfest soll es wie 2019 ein einmaliger Zuschuss sein (15.000 Euro davon mit Freigabe erst nach Prüfung der Abrechnungen von 2019). Im Falle des Theaters der Nacht sollen sogar längerfristig jährlich 25.000 Euro fließen für mindestens fünf Jahre.

Carl-Christian vonPlate-StralenheimFörderverein Theater der Nacht

Für das Theater der Nacht begründete der Vorsitzende des Theater-Fördervereins Carl-Christian von Plate-Stralenheim den Zuschussantrag damit, dass das Theater, das sich in über 20 Jahren sogar international einen Namen gemacht habe, dringend eine „Professionalisierung der Strukturen“ benötige.

Drei Säulen Finanzierung 

Die Akteure um das Künstlerehepaar Ruth und Heiko Brockhausen stießen angesichts immer höher werdender Rahmenbedingungen an Administration, Betriebsführung, Finanzmittelakquise und Eventmanagement an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. 

Man strebe deswegen eine auf drei Säulen basierende, feste institutionelle Förderung durch den Förderverein, die Stadt und den Landkreis an. Benötigt würden 75.000 Euro jährlich, die die drei Akteure zu gleichen Teilen bereitstellen mögen.

Im Ausschuss war man sich einig, dass das Theater der Nacht ein kulturelles und touristisches Highlight sei, das nicht nur dank seiner 200 ausverkauften Vorstellungen im Jahr viele Gäste nach Northeim ziehe.

Das meinte auch Bürgermeister Simon Hartmann, der die Verantwortlichen des Kreises bat, sich an der Finanzierung ebenfalls dauerhaft zu beteiligen. Das Figurentheater habe für die Region ähnliche Bedeutung wie die Domfestspiele oder das „Praeteritum“ mit dem Harzhorn, dem Portal der Geschichte und der Fossiliengrube Willershausen. 

Klostermarkt und Stadthallenverein

Die Stadt Northeim wird neben den 25.000 Euro, die jährlich für das Theater der Nacht und einmalig als Maximalwert für das Stadtfest fließen sollen, noch weitere Kultur-Events und kulturelle Institutionen bezuschussen. So sollen auf einstimmige Empfehlung des Kulturausschusses das Stadtmarketing 10.000 Euro für die Ausrichtung des Jubiläums-Klostermarkts im kommenden Jahr (zum 25. Mal) sowie der Stadthallenförderverein je 5000 Euro für 2020 und 2021 erhalten.

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