Bürgermeister kündigt Maßnahmen auf Friedhof an

Northeim: Stadt und AfD bestürzt über Schändung muslimischer Gräber

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Bestürzt über die erneute Schändung von Grabstellen auf dem muslimischen Gräberfeld des Northeimer Stadtfriedhofs haben sich auch Bürgermeister Simon Hartmann und der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Kestner gezeigt.

Hartmann betonte in einer Stellungnahme: „Wir sind alle betroffen von dieser sinnlosen Gewalt und verurteilen die Tat aufs Schärfste“. Er habe den Auftrag erteilt, die Installation von Lichtquellen auf dem Friedhof zu prüfen. Die Technischen Dienste werden Anfang nächster Woche das Umfeld des betroffenen Gräberfelds in Ordnung bringen. 

Außerdem werden bis Ende Februar 30 Zypressen in der Nähe des Gräberfelds entfernt. Dies werde zu einer deutlichen Verbesserung der Einsehbarkeit von der Bundesstraße 241 beitragen. Die Stadt habe zudem Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Hartmann sagte, ihm sei der Dialog mit den Betroffenen wichtig. Er kündigte an, im nächsten Arbeitskreis Friedhofskultur die Situation auszuwerten und gemeinsam mit der Politik zu überlegen, wie der Dialog intensiviert werden könne.

AfD-Bundestagsabgeordneter Kens Kestner betont: „Diese schändliche Tat, die auch die Gefühle der Hinterbliebenen zutiefst verletzt, beweist einmal mehr eine gesellschaftliche Verrohung, die mit der der vollen Härte des Gesetzes geahndet werden muss“. 

Ein Friedhof müsse für alle Menschen, ob Christen, Muslime, Juden oder Andersgläubige, den besonderen Schutz der Gesellschaft genießen und dürfe nicht missbraucht werden, um radikal-religiöse oder politisch-ideologische Botschaften zu vermitteln.

Laut Kestner wurde leider der Gedenkstein auf dem muslimischen Gräberfeld mit Unterstützung des vom türkischen Präsidenten Erdogan finanzierten Islamverbandes DITIB errichtet. DITIB sei für viele anti-jüdischen Äußerungen in der Vergangenheit bekannt.   

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