Sonderratssitzung in der Stadthalle

Northeim: Stadtrat will Abwahlverfahren von Bürgermeister Tannhäuser

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Auch Bürger sind anwesend: Die Stadthalle Northeim am Abend der Abstimmung.

Northeim. Jetzt ist es amtlich: Die Bürger Northeims entscheiden am 15. Oktober darüber, ob sie Hans-Erich Tannhäuser weiterhin auf dem Chefsessel des Northeimer Rathauses haben wollen, oder lieber nicht.

Aktualisiert um 20.22 Uhr: In einer Sondersitzung am Freitagabend hat der Stadtrat das Abwahlverfahren mit Stimmenmehrheit beschlossen. 27 Ratsmitglieder stimmten für die Abwahl, sieben Ratsmitglieder dagegen, zwei Ratsmitglieder waren nicht anwesend. Namentlich wurden die insgesamt 36 Ratsmitglieder nach und nach vom Ratsvorsitzenden Wolfgang Haendel in der Stadthalle aufgerufen, sie durften entweder mit „Ja“ oder „Nein“ sowie „Enthaltung“ antworten. Eine Aussprache durfte in der Sitzung nicht stattfinden. 

Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser, der dem Stadtrat ebenfalls angehört, war bei der Sitzung übrigens nicht anwesend. 

Applaus der Zuhörer 

Als Ratsvorsitzender Wolfgang Haendel das Abstimmungsverhältnis verkündete, brandete lautstarker Applaus im Zuhörerraum auf – ein Zuhörer reagierte dagegen mit einem lauten „Pfui!“. 

Gegen die Einleitung des Abwahlverfahrens stimmten Jens Kestner, Hartmut Schmidt und Achim Packeiser von der AfD, Armin Töpperwien, Rolf Traupe und Burkhart Ernst von der FuL und Rolf Pflugmacher (Linke). Maik Schmitz (AfD) und Tobias Schnabel (FDP) fehlten in der Sitzung. 

Nachdem die erste Ratssitzung des Abends geschlossen war – die Abstimmung über die Einleitung des Abwahlverfahrens war der einzige Tagesordnungspunkt –, eröffnete Ratsvorsitzender Wolfgang Haendel (SPD) um 20 Uhr die zweite Ratssitzung: Darin ging es um den Termin für die Abwahl, also den 15. Oktober. Der Rat stimmte mehrheitlich dafür.

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