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Northeim stattet Schulen digital aus

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Von: Axel Gödecke

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Arbeiten mit einem Tablet im Unterricht: Damit das gut läuft, bedarf es an den Grundschulen vieler Vorarbeiten, insbesondere was die W-Lan-Ausstattung betrifft.
Arbeiten mit einem Tablet im Unterricht: Damit das gut läuft, bedarf es an den Grundschulen vieler Vorarbeiten, insbesondere was die W-Lan-Ausstattung betrifft. © Martin Schutt / dpa

Northeim – Die Ausstattung der Northeimer Grundschulen mit digitaler Technik, sprich mit W-Lan- und Lan-Netzwerken sowie Laptops, Tablets und digitalen Tafeln kommt jetzt so langsam ins Rollen. Die Vorbereitungszeit hat damit mehr als drei Jahre gedauert, denn seit Sommer 2019 gibt es Fördergeld aus dem Digitalpakt von Bund und Land.

In seiner jüngsten Sitzung kurz vor den Weihnachtsfeiertagen hat der Northeimer Stadtrat dem Medienentwicklungsplan für die Northeimer Grundschulen 2022 bis 2026 zugestimmt, den die Stadt zentral für alle sechs Schulen in städtischer Trägerschaft hat aufstellen lassen. Er bildet mit die Grundlage dafür, dass nun endlich Fördermittel auch nach Northeim für die digitalen Ausstattungen der Schulen fließen können.

Die Stadtverwaltung hat jetzt allerdings schon im Vorgriff damit begonnen, die Elektroarbeiten für die Verlegung der W-Lan und Lan-Netzwerke in den Schulgebäuden auszuschreiben. Laut Bürgermeister Simon Hartmann sind auch bereits die ersten Aufträge vergeben worden.

Insgesamt werden die Elektroinstallationsarbeiten an den Grundschulen durch örtlich ansässige Elektrofachformen mit rund 280 000 Euro zu Buche schlagen. Die Arbeiten sollen laut Verwaltung bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Für die Beschaffung von W-Lan-Basisstationen (Accesspoints) sind 86 500 Euro vorgesehen, für den Kauf von Daten-Verteilgeräten (Switch) sind fast 61 000 Euro eingeplant.

Die Steuerung der Umsetzung der Baumaßnahmen und Anschaffungen (Projektmanagement) an allen Schulen hat für die Stadt die KDG (Kommunale Dienste Göttingen) übernommen, die dafür 55 000 Euro erhält. Für rund 87 000 Euro sind IT-Fachplanungsbüros eingeschaltet.

Die W-Lan- und Lan-Ausstattung der Schulen bildet aber nur die Voraussetzung, damit später auch Tabletts, Laptops und Digitaltafeln damit betrieben werden können. Für dieses Jahr hat die Stadt Northeim in ihrem Haushalt 165 000 Euro für den Kauf von sogenannten Anzeige- und Interaktionsgeräten wie interaktive Tafeln eingeplant, für weitere 31 500 Euro sollen Laptops angeschafft werden.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten für den Digitalpakt in den sechs Northeimer Grundschulen belaufen sich laut Stadtverwaltung auf rund 778 000 Euro.

Aus dem Topf des Digitalpakts sollen gut die Hälfte mit Zuschüssen gedeckt werden, die das Land bewilligt. Die andere Hälfte muss die Stadt aus eigener Tasche beisteuern.

Wenn die Elektrovorarbeiten in den Schulen abgeschlossen sind, möchte die Stadt im Sommer dieses Jahres mit dem Kauf und der Montage der Digitaltafeln beginnen, sodass die Einrichtungsarbeiten zum Digitalpakt Schulen bis nach den Herbstferien 2023 an den Grundschulen abgeschlossen sein könnten.

Von Axel Gödecke

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