Vergünstigungen für Ehrenamtliche

Northeim will Ehrenamts-Karte einführen

Gold wert: Die Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen. Foto: nh

Northeim. Die Stadt Northeim möchte die landesweite Ehrenamts-Karte auch im Bereich Northeim einführen. Davon profitieren - wie es der Name schon sagt - Ehrenamtliche.

Sie soll ehrenamtlich Tätigen als Dankeschön für ihr Engagement Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen oder zum Beispiel auch bei Veranstaltungen gewähren.

Der Ratsausschuss für Jugend, Sport und Soziales hat einstimmig empfohlen, dass die Stadtverwaltung die Vorbereitungen dafür treffen soll. Das letzte Wort darüber hat allerdings noch der Stadtrat.

Einführungstermin soll laut Vorschlag der Stadtverwaltung bereits der 1. Juli 2015 sein. Die Erfüllung der Anforderungen für die landesweit geltende Karte, die es bereits seit 2007 in vielen anderen niedersächsischen Gemeinden gibt, muss mit einem entsprechenden Formular von den Vereinen, Verbänden oder sonstigen Einrichtungen, in denen die betreffenden Personen tätig sind, bestätigt werden.

Um die landesweit und dann auch in Northeim geltende Karte zu bekommen, müssen die Ehrenamtlichen allerdings hohe Voraussetzungen erfüllen. So müssen sie seit mindestens drei Jahren ehrenamtliche Tätigkeit in Höhe von mindestens fünf Stunden in der Woche leisten.

Suche nach lokalen Anbietern

Die Stadtverwaltung, so die Beschlussvorlage, werde zunächst eigene kommunale Richtlinien entwickeln, in denen die Anforderungen präzisiert werden. Auch ein eigenes Formular werde es geben, und schließlich müsse die Verwaltung noch die Suche nach lokalen Anbietern von Vergünstigungen übernehmen, die dann natürlich auch von Ehremamts-Karten-Inhabern aus anderen Kommunen im Land genutzt werden können.

Erfahrungen aus anderen Städten und Gemeinden hätten gezeigt, dass auf die beteiligten Kommunen keine großen Kosten zukommen, heißt es weiter. Sofern die Stadt selbst Vergünstigungen anbietet, zum Beispiel in Bädern oder Bibliotheken, müsse ein interner Ausgleich erfolgen. Dafür werden im Haushaltsentwurf 2015 erst einmal 500 Euro eingeplant.

Vergünstigungen, die die Karten-Inhaber in anderen Städten bekommen, werden allerdings nicht nur von Kommunen, Theatern oder Veranstaltungsanbietern gewährt. Mit von der Partie sind mit Rabatten auch viele Geschäfte und Restaurants.

Niedrigeres Angebot

Da die Anforderungen für die Zuerkennung der Ehrenamts-Karte sehr hoch sind, denkt die Northeimer Stadtverwaltung auch noch über ergänzende Anerkennungen für ehrenamtlich Tätige in der Stadt Northeim nach, die die Voraussetzungen für die Beantragung der Karte nicht erfüllen. (goe)

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