An Alter Brauerei und am Alten Friedhof

In Northeim entstehen neue Stellplätze für Wohnmobile

Auf dem Brauerei-Parkplatz in Northeim entsteht derzeit eine neue innenstadtnahe Wohnmobil-Stellplatzanlage mit sieben Plätzen und Stromsäulen.
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Auf dem Brauerei-Parkplatz in Northeim entsteht derzeit eine neue innenstadtnahe Wohnmobil-Stellplatzanlage mit sieben Plätzen und Stromsäulen.

Seit Kurzem laufen die Erdarbeiten für den Bau eines innenstadtnahen Wohnmobil-Stellpatzes in Northeim. Auf dem Brauerei-Parkplatz entstehen im hinteren Abschnitt sieben Mobilstellplätze.

Northeim - Laut Stadtverwaltung, die Auftraggeberin ist und die Bauüberwachung hat, wird an der Ostseite der vorhandene Parkplatz in der Aufstelltiefe vergrößert. So könnten dort vier Senkrecht-Aufstellplätze mit Abmessungen von je 6,50 mal 5 Meter entstehen. Auf der Westseite werden drei Stellplätze in Längsaufstellung gebaut.

Für die Stromversorgung sollen den Wohnmobillisten auf beiden Stellplatzseiten Stromsäulen mit Münzeinwurf zur Verfügung stehen. Die Entsorgung des Abwassers könne auf dem Wohnmobilstellplatz am Nordhafen des Großen Freizeitsees vorgenommen werden, heißt es weiter von der Stadt.

Doch damit noch nicht genug: Bereits in Auftrag gegeben der Bau eines weiteren Wohnmobilplatzes in Innenstadtnähe, und zwar an der Gardekürassierstraße am Alten Friedhof. Geplant sind vier Stellplätze in Längsaufstellung, wobei Erdarbeiten im größeren Ausmaß dort nicht nötig sein werde. Die Arbeiten umfassen die Errichtung einer Stromsäule mit dem dazugehörigen Stromanschluss durch die Stadtwerke.

Die gesamten Baukosten für beide Stellplatzanlagen, einschließlich der Stromzuführungsleitungen und der aufzustellenden Münz- Stromsäulen werden sich auf rund 50 000 Euro belaufen, 48 000 Euro für den Brauereiplatz und 2000 Euro für den Platz an der Gardekürassierstraße. Allerdings muss die Stadt Northeim die Kosten nur zu einem geringen Teil selbst tragen.

Für die Gesamtmaßnahme, die in den Planungen der Stadtsanierung für dieses Jahr vorgesehen war und die nach Erweiterung des Stadtsanierungs-Fördergebietes um die Wallanlagen jetzt förderfähig wurde, bekommt sie Zuschüsse aus dem Topf der Städtebauförderung in Höhe von 90 Prozent.

Auch die Northeim Touristik begrüßt die Errichtung der beiden city-nahen Stellplätze für Wohnmobilisten. Insbesondere durch Corona und die daraus resultieren Einschränkungen der Übernachtungen in Hotels sei ein Boom des Reisens mit dem Wohnmobil entstanden, heißt es von Touristik-Geschäftsführerin Helvi Ritter. Dieser werde wohl auch noch lang anhalten, darin seien sich die Experten einig.

Die zwei neuen Stellplatzanlagen seien eine gute Ergänzung zu den beiden bereits bestehenden Stellflächen auf dem Parkplatz am Einkaufszentrum „In der Fluth“ und am Freizeitsee-Nordhafen, heißt es weiter von der Stadtverwaltung.

Man hoffe, viele Wohnmobilisten in die Stadt ziehen zu können, die dann auch die Stadt erkunden und im Idealfall den Besuch mit einem Einkaufsbummel, einem Restaurantbesuch oder einem Besuch eines kulturellen Angebots (zum Beispiel Theater der Nacht, Stadthalle, Museum) verbinden. So könnten der innerstädtische Einzelhandel, die Gastronomie und Kultureinrichtungen davon profitieren.

Wohnmobilisten seien zumeist ein zahlungskräftiges Klientel, die auch Geld in den Innenstädten ausgeben. Drüber gebe es etliche Untersuchungen. Auf attraktiven Stellplätzen verweilten sie auch gern länger als eine Nacht. Auch im aktuell laufenden Marketingprozess Northeims seien Wohnmobilisten als wichtige Zielgruppe herausgearbeitet worden. (Axel Gödecke)

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