Auch Schutzkleidung soll bald in Produktion gehen

Northeim: Wilvorst produziert Schutzmasken statt Herrenmode

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Seit Mitte dieser Woche produziert auch der Northeimer Herrenmode-Hersteller Wilvorst Mund- und Nasenschutzmasken.

Das teilte Unternehmenssprecherin Ann-Kathrin Hupe mit. Mit mindestens 50 000 Stück pro Woche wolle Wilvorst seine Nähkapazitäten nutzen, um die dringend benötigten Utensilien herzustellen. 

Die Stückzahl solle auch noch weiter hochgefahren werden. Auch andere deutsche Bekleidungshersteller haben in dieser Woche mit der Produktion solcher Masken begonnen, darunter Trigema.

Nach den Schließungen der Einzelhandelsgeschäfte habe sich der Bedarf geändert, heißt es in einer Mitteilung des Northeimer Herrenmode-Herstellers Wilvorst. Wo sonst Hochzeitsanzüge genäht würden, liefen deshalb die Nähmaschinen jetzt für Mund- und Nasenschutzmasken.

Die Stoffmasken seien waschbar und wiederverwendbar, so Firmensprecherin Ann-Kathrin Hupe. Die Masken seien vor allem für den Privatgebrauch gedacht, nicht für den intensivmedizinischen Einsatz. Auch Unternehmen, Behörden und Pflegeeinrichtungen könnten so Mitarbeiter schützen. Mund- und Nasenschutzmasken, auch ohne Zertifizierung seien zum Eigen- und Fremdschutz zu empfehlen. Das habe kürzlich der bekannte Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité betont.

„Durch die Produktion in Northeim sind wir besonders flexibel und können zeitlich schnell reagieren“, so Hupe.

Doch die Produktion von Schutzmasken soll noch nicht alles sein. Die Unternehmenssprecherin: „Aktuell denken wir auch an eine Erweiterung der Angebotspalette.“ So befänden sich Schutzkittel in der Entwicklung, die ebenfalls bald produziert werden sollen.

Wilvorst beschäftigt in Northeim aktuell über 200 Mitarbeiter. 

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