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Ausschuss: Bei Northeimer Grundschulen nicht kleckern

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Von: Axel Gödecke

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Die Grundschule in Langenholtensen: Sie braucht dringend zusätzliche Räume. Der Northeimer Bildungsausschuss war sich einig, dass dafür im nächsten Jahr Geld locker gemacht werden muss. archiv
Die Grundschule in Langenholtensen: Sie braucht dringend zusätzliche Räume. Der Northeimer Bildungsausschuss war sich einig, dass dafür im nächsten Jahr Geld locker gemacht werden muss. © Hubert Jelinek

Viele Northeimer Grundschulen haben Sanierungs- vor allem aber Erweiterungsbedarf.

Northeim - Das ist der Verwaltung und dem Rat bekannt: Was von den Wünschen der Schulen im Doppelhaushalt der Stadt für 2023 und 2024 umgesetzt werden soll, darüber ist man sich jedoch noch nicht einig, so das Fazit in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur.

Nicht zufrieden zeigten sich die Ausschussmitglieder mit dem Vorschlag der Verwaltung, für die meisten Schulen erst einmal pauschal Planungskosten von 50 000 Euro pro Schule anzusetzen, um zu erfahren, was alles gemacht werden muss und was es kostet. 300 000 Euro sollten es sein für 2023.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass es bereits eine Dringlichkeitsliste für Schulinvestitionen gebe und bekannt sei, an welcher Schule zuerst der Schuh drücke. Dies sei auf jeden Fall in Langenholtensen mit zu wenig Räumen und in der Schule am Sultmer der Fall.

Von der Verwaltung kam der Hinweis, dass auch in der Astrid-Lindgren-Schule Klassenräume fehlen, weshalb die Planungskosten für einen Anbau unbedingt im Etat bleiben sollten. Dem stimmte der Ausschuss zu. Ansonsten votierte das Gremium jedoch dafür die jeweils 50 000 Euro Planungskosten für die Martin-Luther-Schule, die Kardinal-Bertram-Schule und die Höckelheimer Regenbogenschule herauszunehmen und stattdessen sich erst einmal auf die anderen Schulen zu konzentrieren.

Im Etatentwurf belassen werden sollen laut Ausschussvotum für 2023 die von der Verwaltung vorgeschlagenen 100 000 Euro Planungskosten für die Schule Langenholtensen, 183 000 Euro für eine Mensa und einen Hort in der Sultmerschule, 97 000 Euro für die Erweiterung des Parkplatzes an der Sultmerschule, 165 000 Euro für den Kauf von Digitaltafeln für alle Grundschulen, wofür es Fördermittel aus dem Digitalpakt gibt, und 26 500 Euro für neue Spielgeräte an der Astrid-Lindgren-Schule.

Die Hochbauabteilung des Bauamts solle zudem eine Liste vorlegen mit den dringlichsten anderen Investitionswünschen der Grundschulen und Vorschläge machen, was noch realisierbar ist im nächsten Doppelhaushalt. Eventuell sollten auch noch mehr Laptops angeschafft werden, so der Ausschuss.

Forderung: Keine Kürzung bei der Musik

Nicht einverstanden zeigten sich die Ausschussmitglieder auch mit dem Vorschlag der pauschalen Kürzung im Etatteil für die Musikkultur in der Stadt, etwa beim Konzertring oder auch bei der Musikalischen Jugendförderung, aber auch bei anderen Institutionen. Begründung der Stadtverwaltung: Nur so könne der versprochene Zuschuss für die Arbeit des Theaters der Nacht von jährlich 25 000 Euro finanziert werden.

Die pauschale Kürzung sei ein Schlag ins Gesicht für die Ehrenamtlichen, die das musikalische Leben der Stadt am Leben erhielten, hieß es. Die Ansätze sollten so bleiben wie in den Vorjahren, so der Ausschuss. Der Theaterzuschuss müsse woanders erwirtschaftet werden. (Axel Gödecke)

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