Northeimer Bahnbrücken: Sanierung im Zeitplan

Nachtbaustelle: Die Arbeiten für die für die Hilfsbrückenfundamente an der Strecke Hannover-Kassel sind beendet. Unser Foto zeigt einen Blick auf die Bahnununterführung aus Richtung Bahnofstraße. Foto: Stöfer/nh

Northeim. Ab dem Wochenende wird am Northeimer Bahnhof wieder rund um die Uhr gearbeitet

Die Arbeiten auf der Großbaustelle an der Northeimer Bahnunterführung schreiten voran. In der vergangenen Woche wurden die Fundamente der Hilfsbrücke für die Strecke Hannover-Kassel fertiggestellt. Zuvor war der neue Zugang zum Bahnhof aus dem Bereich Sollingtor für Fußgänger und Radfahrer geöffnet worden.

„Wir sind voll im Zeitplan“, sagt Alexander Karasch, Projektleiter der DB Projekt Bau GmbH, auf HNA-Anfrage und kündigt an, dass am Wochenende mit den entsprechenden Arbeiten für die Hilfsbrücke an der Strecke Herzberg-Bodenfelde begonnen wird. Die sollen dann bis Mitte März abgeschlossen sein. Anschließend werden die Spuntwände für den geplanten Trog erstellt. Bis dahin müssten sich insbesondere die Anwohner rund um das Bahnhofsgelände darauf einstellen, dass weiterhin rund um die Uhr gearbeitet wird.

„Bislang hat es keine großen Beschwerden über die Bauarbeiten gegeben“, beschreibt Karasch die Situation und betont, dass man bemüht sei, die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Auch künftig werde sich Lärmbelastung nicht vermeiden lassen, denn auch in den nächsten Tagen werde es nötig sein, auch in der Nacht Bohr- und Rammarbeiten vorzunehmen. Die Sirenenanlage, die die Arbeiter vor herannahenden Zügen warnt und die in der vergangenen Woche weit über den Bahnhofsbereich hinaus im gesamten Stadtgebiet zu hören war, wird nach Auskunft Karaschs aber nicht mehr so häufig eingesetzt werden müssen wie in der vergangenen Tagen und keinesfalls bis Ende März.

Die meisten Anwohner sehen die Großbaustelle am Northeimer Bahnhof mit großer Gelassenheit. So auch Günter Stöfer. Er hat sich von der Sirene sogar zu einer Improvisation auf dem Klavier inspirieren lassen (hier bei Youtube anhören). Als Klavierlehrer, Kirchemusiker der Moringer Trinitatis-Kirchengemeinde und Leiter mehrerer Chöre dreht sich bei Günter Stöfer alles um das Thema Musik. Kein Wunder, dass ihm sofort Melodien einfallen, wenn er im Alltag durch Töne inspiriert wird. Und das war auch der Fall, als er in der vergangenen Woche immer wieder das Signal der Warnsirene am Bahnhof hörte. „Es handelt sich dabei um eine Quarte, und daraus habe ich ein kleines Stück gemacht“, sagt Stöfer und schmunzelt.

Er wohnt nur wenige Meter von der Bahnunterführung entfernt und hat sich die Lärmbelastung schlimmer vorgestellt, als er zum ersten Mal von den geplanten Bauarbeiten erfuhr. Die ersten Wochen nach Einrichtung der Baustelle seien sogar eine Erholung gewesen, weil es keinen lärmenden Straßenverkehr mehr gab, beschreibt Stöfer die Situation. „Aber dass das nicht so ruhig bleiben würde, war ja klar.“

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