Evakuierung abgeblasen

Northeimer Bahnhof: Vermutete Bombe war nur ein harmloses Rohr

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Northeim. Entwarnung sorgt für Erleichterung in Northeim. Die Evakuierung von 7000 Northeimern wurde abgesagt.

Große Erleichterung in Northeim: Nachdem sich die vermeintlichen Bomben am Bahnhof in der Nacht zum Sonntag als harmlose Funde herausgestellt hatten, war ein Aufatmen bei allen Einsatzkräften zu spüren. Die beiden Verdachtspunkte entpuppten sich als harmlose Kabel und als ein gusseisernes Wasserrohr.

Entwarnung Nummer eins kam schon sehr früh. Gegen 20.30 Uhr am Samstagabend hatten die Experten gemeldet, dass die als zweites entdeckte Fundstelle kurz unterhalb der Erdoberfläche zwischen den Gleisen 2 und 13 lediglich Kabel enthielt.

Spannend blieb es dagegen bei der ersten Fundstelle, allerdings auch nur bis kurz nach 2 Uhr am frühen Sonntag. Dann stand fest, dass dort in 2,70 Meter Tiefe kein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg geortet worden war, sondern lediglich ein gusseisernes Wasserrohr mit einem Durchmesser von 300 Millimetern aus alten Zeiten. Das Teil war in keinem Kataster verzeichnet.

Kurz nach der Entwarnung durch das Entschärfungskommando konnten alle Einsatzkräfte, die an verschiedenen Stellen Gewehr bei Fuß standen, Feierabend machen. Und die Northeimer konnten beruhigt ausschlafen. 7000 Menschen aus der Kernstadt blieb die angekündigte Evakuierung erspart.

Entwarnung in Northeim: Keine Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg

„Ja, natürlich, die Erleichterung ist da“, sagte Stadtsprecher Heinz-Dieter Wieprecht am Sonntagmorgen auf Anfrage der HNA. „Wir sind froh, dass es so ausgegangen ist.“ Der Justiziar der Stadt Northeim räumte ein, dass die Vorbereitungen viel Kraft und Aufwand gekostet hätten.

„Aber die Vorsorge musste sein, wir waren für den Ernstfall gerüstet.“ Im Nachhinein könnte man alles als große Übung abhaken, die sich nicht wiederholen müsse, so Wieprecht.

Bereits in der Nacht wurden die Fundlöcher wieder zugeschüttet.

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