Sondersitzung findet statt

Northeimer Bürger wollen Festplatz erhalten

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Es wird eng: Zirkus-Gastspiele wie dieses werden künftig auf dem Northeimer Mühlenanger wohl nicht mehr möglich sein.  

Für die geplante Bebauung des Northeimer Mühlenangers gibt es viel Gegenwind aus der Bevölkerung.

Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt am Dienstag deutlich.

Viele Northeimer nutzten die Gelegenheit, ihren Unmut darüber zum Ausdruck zu bringen. Sie plädierten dafür, den Mühlenanger als großen Veranstaltungsort in der Northeimer Innenstadt zu erhalten und waren letztendlich enttäuscht darüber, dass zu diesem Thema in der Sitzung keine öffentliche politische Debatte stattfand, da der entsprechende Tagesordnungspunkt auf Antrag der FDP vertagt wurde. Seine Fraktion sehe angesichts der neuen Sachlage noch erheblichen Beratungsbedarf, sagte Ausschussmitglied Eckhard Ilsemann zur Begründung und verwies auf die entsprechenden Verwaltungsvorlagen.

Aus denen geht hervor, dass die Northeimer Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Northeim“ als Eigentümerin des ehemaligen Realschulgeländes jetzt bereit ist, die dort für die neue Sporthalle vorgesehene, rund 8100 Quadratmeter große Fläche gegen einen gleichgroßen innenstadtnah gelegenen Teil des Mühlenangers abzugeben, ohne dass die Stadt Northeim, dafür den ursprünglich geplanten Wertausgleich in Höhe von 140.000 Euro zahlen muss.

Die Verwaltung betont, dass das Unternehmen außerdem auf 45.000 Euro Finanzierungskosten und 8000 Euro Bewirtschaftungskosten verzichten will, die seit dem Kauf des Realschulgeländes vor vier Jahren aufgetreten sind.

Außerdem soll ein rund 5600 Quadratmeter großer Teil des Mühlenangers als Erweiterungsfläche an die Stadtwerke verkauft werden. Laut Verwaltung würden die verbleibenden, rund 8300 Quadratmeter dann weiterhin für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Eine Sondersitzung des Bauausschusses zum Thema Mühlenanger findet am Dienstag, 27. August, ab 17 Uhr in den Tagungsräumen I und II der Stadthalle statt. 

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