Stadt könnte im Jahr 280.00 Euro sparen

Northeimer Rat erlaubt Planung für Groß-Hallen-Projekt

Hier könnte der Hallenkomplex entstehen: Das Luftbild zeigt die Northeimer Schuhwallhalle (Mitte oben) und rechts daneben den leerstehenden Komplex der Gutenberg-Realschule. Foto: Gödecke

Northeim. Die Northeimer Stadtverwaltung darf die Vision für den Bau eines Hallenzentrums für Kultur und Sport am Northeimer Schuhwall weiter verfolgen. Das beschloss der Rat einstimmig.

Eine Lenkungsgruppe mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Northeimer Stadtrates soll sich mit dem Vorschlag auseinandersetzen, auf dem Gelände der Schuhwall-Sporthalle ein neues Zentrum für Sport und Kultur zu bauen und möglicherweise ein neues Rathaus in der Innenstadt anstelle der Stadthalle zu errichten. Es sollen aber auch Alternativen geprüft werden.

Hintergrund: Im Vorfeld der Sitzung hatten der Northeimer Landrat Michael Wickmann und Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser in einem Gespräch Möglichkeiten skizziert, wie die Stadt Northeim mit den Problempunkten marode Schuhwallhalle und sanierungsbedürftige Stadthalle umgehen könnte.

Eine Möglichkeit des Plans „Northeim 2020“ wäre, dass sich die Stadt an der vom Landkreis ohnehin geplanten Erneuerung der Schuhwallhalle beteiligt und so auf dem Gelände der Schuhwallhalle und der ehemaligen Realschule ein Gebäudekomplex entsteht, der sowohl eine Stadthalle als auch eine Sporthalle vorsieht.

Auf dem Gelände der alten Stadthalle, die abzureißen wäre, könnte ein neues Rathaus entstehen. Durch den Neubau könnte unter anderem 280.000 Euro Mietausgaben jährlich für das bisherige Rathaus am Scharnhorstplatz, dessen Mietvertrag 2020 ausläuft, eingespart werden.

Der Grundsatzbeschluss, den der Rat jetzt fasste, besagt, dass zur Realisierung der Pläne sowohl eine klassische Finanzierung durch Kreditaufnahme als auch eine Finanzierung über so genannte Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP) geprüft werden soll. Im letzteren Fall würde eine Privatfirma bauen und die Stadt dann hinterher über Jahrzehnte Miete zahlen.

Ein Antrag von Ratsmitglied Dr. Tilo Rumann (Bürger für Northeim), der forderte, dass die Stadt bei der Zukunftsplanung dem Erhalt der bisherigen Stadthalle Priorität einräumen soll, wurde vom Rat ebenso mit großer Mehrheit abgelehnt wie Rumanns Vorstoß, bei der Northeimer Zukunftsplanung auch das Northeimer Kreishaus mit einzubeziehen. (goe)

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