Großtagespflege Rasselbande sucht dringend eine neue Bleibe

Drei von insgesamt acht Betreuungskindern: Dieses Foto zeigt einen Blick in das Spielzimmer der Rasselbande. Fotos: Mönkemeyer

Northeim. Die Northeimer Großtagespflege „Rasselbande" sucht dringend eine neue Bleibe.

Bis Ende April benötigt die von den beiden Tagesmüttern Sonja Hoffmann und Janina Schrader betriebene Einrichtung ein neues Domizil, doch bislang ist keine geeignete Wohnung in Aussicht.

„Wenn wir drei Hunde hätten, würden wir wahrscheinlich etwas Geeignetes finden, aber mit acht Kindern haben wir auf dem Wohnungsmarkt wohl keine Chance“, sagt Sonja Hoffmann.

Erst im Dezember des vergangenen Jahres war die Rasselbande von der Seniorenresidenz Stiemerling an die Bürgermeister-Peters-Straße umgezogen, da die Räumlichkeiten dort anderweitig benötigt wurden.

Kündigung im Februar

Hoffmann und Schrader waren froh, relativ schnell eine neue Unterkunft für die Einrichtung gefunden zu haben, in der derzeit acht Kinder in der Zeit von 7 bis 16 Uhr je nach Bedarf der Eltern betreut werden. Nach Feierabend wurde die neue Wohnung renoviert, sodass im Dezember der Umzug erfolgen konnte. „Es sah so aus, als wäre jetzt alles gut“, erinnert sich Hoffmann. Doch im Februar dieses Jahres wurde den beiden Tagesmüttern auch die neue Wohnung wieder gekündigt, weil die Immobilie verkauft worden ist. „Das heißt: Wir müssen uns schon wieder etwas Neues suchen“, sagt Hoffmann. „Und das stellt sich ziemlich schwierig dar.“

Hoffmann und Schrader haben sich bereits an mehrere Makler gewandt, aber bislang führten alle vermittelten Kontakte nicht zum Erfolg. „Wir haben den Eindruck, dass unsere Notlage ausgenutzt wird“, sagt Hoffmann. „Die Vorstellungen der Vermieter übersteigen unsere Möglichkeiten.“

Wenn es nicht bald ein Lösung gibt, muss die Rasselbande geschlossen werden. „Das wäre natürlich auch für die Eltern unserer Betreuungskinder eine Katastrophe, da sie auf uns angewiesen sind, um ihrer Arbeit nachgehen zu können“, sagt Hoffmann. Insofern hingen insgesamt zehn Arbeitsplätze an der Tagespflege.

Die „Traumwohnung“ der beiden Tagesmütter müsste etwa 100 Quadratmeter groß sein, um darin wie in der gegenwärtigen Unterkunft eine Küche zum gemeinsamen Essen, ein Spielzimmer zum Toben und Ruheräume einrichten zu können.

„Die Wohnung sollte möglichst ebenerdig sein, und schön wäre es, wenn es auch einen kleinen Garten gäbe“, sagt Hoffmann - wohlwissend, dass sie von ihrer Idealvorstellung wohl einige Abstriche machen muss - auch aus Kostengründen.

„Bezahlbar ist für uns eine Warmmiete von bis zu 800 Euro.“

Kontakt: Telefon 0176-38 63 43 14

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