Stadt plant Neubau

Northeimer Handballer sollen neue Halle bekommen

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Northeim. Die Northeimer Schuhwallhalle soll durch einen Neubau an einem anderen Standort ersetzt werden. Das hat der Northeimer Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser jetzt bekannt gegeben.

Grund dafür ist, dass die alte Halle, in der die Heimspiele des jetzt in die dritte Handballliga aufgestiegenen Northeimer Handball Clubs ausgetragen werden, nicht dem Drittliga-Standard entspricht. Da dieser auch durch eine Nachrüstung nicht zu erreichen sein werde, habe die Stadt bereits Planungen für eine neue, normgerechte Halle eingeleitet, teilte Tannhäuser mit.

Diese ließe sich am jetzigen Standort nach Abbruch des Altbaus nur schwierig herstellen, so der Northeimer Verwaltungs-Chef – unter anderem, weil während der Bauzeit kein Spielbebetrieb und kein Schulsport stattfinden könnte.

„Daher wäre es zweckmäßig, sich nach einem Alternativstandort umzusehen“, sagt Tannhäuser und nennt das Grundstück der ehemaligen Realschule und den Mühlenanger als Beispiele. Nach Fertigstellung erster Planunterlagen könne man dann eine Förderung des Neubaus nach dem Kommunalinvestitions-Programm prüfen. „Und diese Förderung wäre auch die Grundvoraussetzung für die Realisierung dieser Maßnahme, die sicherlich sieben bis acht Millionen Euro Investitionskosten erfordern wird.“

Natürlich werde man mit dem Landkreis hinsichtlich einer Mitfinanzierung verhandeln müssen, betont Tannhäuser und reagiert damit auf ein Schreiben der SPD-Fraktion im Northeimer Stadtrat.

Auslöser für dieses Schreiben war eine Mitteilung Tannhäusers an alle Ratsmitglieder, wonach der Deutsche Handballbund (DHB) dem NHC ausschließlich für die Saison 2017/2018 genehmigt hatte, seine Heimspiele in der Schuhwallhalle stattfinden zu lassen, obwohl die nicht dem Drittliga-Standard entspricht. 

Es sei schon bemerkenswert, dass in diesem Schreiben des Bürgermeisters nicht darauf eingegangen worden sei, dass der DHB aber auch deutlich zum Ausdruck gebracht habe, dass eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung über die kommende Saison hinaus nicht erteilt werde, kritisiert SPD-Fraktions-Chef Berthold Ernst. Schlimmstenfalls blieben also noch zwölf Monate Zeit, um die Halle so zu ertüchtigen, dass sie auch den künftigen Anforderungen an eine moderne Sportstätte, auch für den Schulsport, genüge. „Es wäre zu begrüßen gewesen, wenn der Bürgermeister in dieser Situation, die hinsichtlich der aktuellen Saison erfreulich, hinsichtlich der weiteren Entwicklung aber mit Sorge zu betrachten ist, auch Lösungsvorschläge oder mindestens eine Problembeschreibung mit vorgelegt hätte“, so Ernst. Da es sich bei der Schuhwallhalle um eine Schulsportstätte des Landkreises Northeim handele, gingen die Northeimer Sozialdemokraten davon aus, dass zur Klärung der Finanzierung eine frühzeitige Kontaktaufnahme und Abstimmung mit dem Landkreis als Schulträger geboten sei.

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