Diskussion um Neubau

Northeimer HC betont: Die neue Halle entsteht nicht nur für uns

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Der NHC-Vorsitzende Knut Freter zeigt die mit einem Netz gesicherte Hallendecke.

Der NHC-Vorsitzende Knut Freter verweist auf die vielfältige Nutzung der Schuhwallhalle durch andere Vereine und die Schulen.

Der Northeimer Handball-Club (NHC) wehrt sich gegen die Unterstellung, der Ersatz für die Schuhwallhalle werde extra für den Verein gebaut. „Die derzeitige Halle wird vor allem von den Schulen, von 15 Vereinen, Verbänden und Einrichtungen, darunter wir, sowie für große Sportereignisse wie dem Fußballturnier von Eintracht Northeim genutzt“, erklärte NHC-Vorsitzender Knut Freter. „Man kann nicht von einer Handball-Halle sprechen. Es ist auch nicht der Fall, dass die Halle in unseren Vereinsfarben Schwarz-Gelb angestrichen wird“, tritt er in anderen Sportvereinen kursierenden Gerüchten entgegen. Dass die Debatten um den Hallenneubau, der einschließlich Außenanlagen mit rund 15 Millionen Euro veranschlagt wird, inzwischen ins Kraut schießen, verwundert angesichts der größten Einzelinvestition der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten nicht. Doch Freter bittet, die Faktenlage zu beachten. So würden die Schulen die Halle bis in den Nachmittag hinein frequentieren. Als weitere Nutzer nennt er unter anderen Kindergärten, Behindertensportler, Senioren- und Breitensportler.

Natürlich gehöre auch der NHC mit seinen Leistungssport-Mannschaften dazu, aber ebenso die Jugendmannschaften jeder Altersgruppe. Dazu kämen die Handball-Arbeitsgemeinschaften mit den Schulen. Die inzwischen seit 52 Jahren tagtäglich genutzte Schuhwallhalle sei völlig marode, sagt Freter. Inzwischen müsse sogar die Decke mit Netzen gesichert werden, weil Sportler und Zuschauer vor möglicherweise herabstürzenden Teilen geschützt werden müssen. Energetisch sei die Halle auf dem Stand von 1968. „Die Betriebskosten liegen nach unseren Informationen bei jährlich 250 000 Euro.“

Größte Baustelle sei der Brandschutz. Weil er nicht mehr den heutigen Anforderungen entspreche, dürften inzwischen größere Veranstaltungen nur noch mit drei bis fünf Feuerwehrangehörigen als Brandwache durchgeführt werden. Freters Fazit: „Es muss etwas passieren. Niemand weiß, wie lange die Halle noch aufgeschlossen werden darf.“ Für ihn wäre eine neue Halle mit geplanten Außensportmöglichkeiten wie Skaterbahn und Kleinspielfeld Teil eines Sportzentrums, zu dem er noch das Hallenbad und das Gustav-Wegner-Stadion mit seinem Kunstrasenplatz rechnet. Davon würde auch die Stadt profitieren, etwa durch Übernachtungen in der Jugendherberge und in den Hotels.

Freter glaubt, dass durch die neue Halle weitere Sportveranstaltungen in die Stadt gelockt werden. Er denke dabei an die Northeimer Karatekämpfer von Mark Haubold, die auf internationaler Ebene mitmischen.

Freter, der vor Jahren schon einmal die Entwicklung von Northeim zu einer Sportstadt vorgeschlagen hat, könnte sich vorstellen, dass in Zusammenarbeit mit einer Uni das Potenzial des Sports für Northeim im Rahmen einer Masterarbeit untersucht werde.

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