Verwaltung hat Zeitplan vorgelegt

Northeimer Innenstadtsanierung: Erst nächstes Jahr geht’s richtig los

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Die Northeim Innenstadt: Das Stadtzentrum soll mithilfe des Geldes aus dem Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgewertet werden. Allerdings werden nicht alle Hausbesitzer innerhalb des auf dem diesem Luftbild als grünen Ring zu erkennenden Walls davon profitieren können.

Northeim. Erste Projekte im Rahmen der Northeimer Innenstadtsanierung sollen schon in diesem Jahr begonnen werden.

Das wichtigste Projekt, die Umgestaltung des Münsterplatzes, wird aber erst 2019 angegangen. Das sind die wichtigsten Punkte des Zeitplans für die Sanierung, den Stadtbaurat Lars Bredemeier in der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses vorgestellt hat.

Mithilfe des Stadtebauförderungsprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ sollen in nächsten zehn Jahren 25 Millionen Euro in die Innenstadt investiert werden.

Programm 2017

Dieses Jahr sei vor allem das Jahr der Vorbereitung, betonte Bredemeier. Zunächst müsse ein Sanierungsträger gefunden werden. Dabei handelt es sich um ein darauf spezialisiertes Planungsbüro, das unter anderem als Treuhänder das Fördergeld für private Investitionen verwalten soll. Die Ausschreibung dafür müsse wohl europaweit erfolgen. Erst zum Ende des Jahres werde der Sanierungsträger mit seiner Arbeit beginnen.

Lars Bredemeier

Außerdem soll unter anderem ein Leerstandmanagement für Gewerbeflächen aufgebaut werden. Außerdem werde ein Gutachten für die Aufwertung des City-Centers und eine Machbarkeitsstudie für die Modernisierung der Fußgängerzone erarbeitet. Außerdem seien die Sanierung der St.-Blasien-Fassade und die Modernisierung des Verbändehauses am Entenmarkt vorgesehen.

Programm 2018

Im kommenden Jahr soll unter anderem ein Verkehrskonzept für die Innenstadt entstehen. Außerdem soll die Aufwertung des City-Centers umgesetzt werden.

Auch die Verbesserung der Barrierefreiheit steht auf dem Programm. Ein Konzept dazu soll bereits 2017 erarbeitet werden.

Programm 2019

Münsterplatz: Im Jahr 2019 soll es einen Wettbewerb zur Umgestaltung geben.

Nach einem städtebaulicher Wettbewerb im Jahr 2019 zur Umgestaltung des Münsterplatzes soll unmittelbar der Umbau des Platzes beginnen. Obwohl der Münsterplatz auf Platz eins der Prioritätenliste stehe, sei ein früherer Beginn der Umgestaltung nicht möglich, betonte Bredemeier, da zuvor eine ganze Reihe von Vorarbeiten notwendig seien. Auch müsse zunächst das Verkehrskonzept für die Innenstadt beschlossen sein.

Was ist förderfähig?

Gefördert werden können
• die Umgestaltung von Straßen und Plätzen;
• die Modernisierung von stadtbildprägenden Gebäuden und von Geschäftshäusern sowie
• auch der Neubau von Gebäuden sowie der Abriss von Gebäuden und Gebäudeteilen, um Grundstücke wieder nutzbar zu machen.

Die Umgestaltung der Fußgängerzone sei über die Machbarkeitsstudie hinaus aus dem Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ nicht förderfähig, erklärte Bredemeier. Sie sei nach Ansicht des für die Förderung verantwortlichen Sozialministeriums in Hannover nach der in den 1980er-Jahren erfolgten Förderung noch „nicht in einem so schlechten Zustand“. Möglicherweise gebe es aber noch Geld aus einem anderen Fördertopf für die Fußgängerzone.

Gremien

Hausbesitzer und Geschäftsleute der Innenstadt sollen über einen Sanierungsbeirat an Planungen und Entscheidungen zur Innenstadtsanierung beteiligt werden. Der Stadtrat könne über eine Kommission, an der auch Verwaltungsvertreter beteiligt sein sollen, Einfluss nehmen. (ows)

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