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Northeimer Landrätin plant Hilfe für die Demokratie

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Von: Niko Mönkemeyer

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Blick in die Northeimer Stadthalle mit einem Teil der Ratsmitglieder und Publikum auf der Tribüne
Öffentliche Sitzungen der politischen Gremien sind ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Unser Archivfoto zeigt eine Sitzung des Northeimer Rates. © Weiss, Olaf

Landrätin wirbt für Einrichtung eines Zentrums im Landkreis.

Northeim – Im Landkreis Northeim soll ein regionales Demokratiezentrum eingerichtet werden. Dafür hat sich jetzt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel ausgesprochen.

Ziel einer solchen Einrichtung sei es, durch Beratung, Seminare und Workshops das Vertrauen in die Demokratie zu stärken, sagt Klinkert-Kittel. Das sei angesichts der Verunsicherung durch die aktuellen Herausforderungen und die zunehmende Angst vor Armut, Krieg und einer Spaltung der Gesellschaft in unversöhnliche Lager nötig.

Astrid Klinkert-Kittel Landrätin
Landrätin Astrid Klinkert-Kittel © ROLAND SCHRADER

„Demokratische Strukturen sind langwierig und kompliziert“, räumt sie ein, „aber sie sind unerlässlich. Was wir brauchen, ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in unsere Demokratie, in politische Gremien und in die Verwaltungen.“ Daher wolle sie einen Ort schaffen, an dem vor Ort politische und gesellschaftliche Konflikte aufgearbeitet und Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden können. Daran sollten sich nach Vorstellung der Landrätin Schulen, Vereine, Verbände sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger beteiligen.

„Vor allem junge Menschen sollen so von Demokratie überzeugt werden und ein Verständnis für demokratische Strukturen und Abläufe bekommen“, so Klinkert-Kittel. Außerdem liege ein zweiter Fokus auf Menschen, die das Vertrauen in demokratische Strukturen bereits verloren hätten.

„Demokratiezentren werden in der Fläche benötigt, denn vor Ort gibt es die Probleme und hier entstehen die Brandherde“, gibt sie zu bedenken. „Wenn wir uns aktiv für die Demokratie einsetzen möchten, müssen wir auf die Menschen zugehen.“ Das könne nicht ausschließlich von Hannover aus funktionieren, ist Klinkert-Kittel überzeugt.

Unter dem Motto „Nein zu Gewalt, nein zu Extremismus, ja zur Demokratie“ wirbt die Landrätin in einem Schreiben an das Präsidium des Niedersächsischen Landkreistages sowie an die Landtagsabgeordneten aus der Region für ihr Vorhaben.

Nun hoffe sie auf positive Signale für weitere Schritte, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. (Niko Mönkemeyer)

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