Northeimer Landratswahl: Alles schaut auf den Verlierer

Das Kandidaten-Trio des ersten Wahlgangs: Jörg Richert (rechts) ist ausgeschieden. Nun sind viele gespannt, wen seiner beiden Mitbewerber, Bernd von Garmissen und Astrid Klinkert-Kittel, er für die Stichwahl empfiehlt. Foto:  Schrader

Northeim. Nach dem ersten Wahlgang der Landratswahl schaut nun alles auf den Verlierer, der mit 26,1 Prozent Stimmenanteil dennoch ein beachtliches Ergebnis erzielte: Jörg Richert.

Er will am Mittwoch eine Wahlempfehlung für die Stichwahl abgeben.

So ähnlich klingt es auch aus dem Munde von FDP-Kreisverbandschef Christian Grascha: „Wir treffen wir uns am Dienstagabend mit den Unterstützern vom Wahlkampfteam und danach in meinem Wahlkreisbüro in Einbeck.“ Am Mittwoch würden sich die Liberalen äußern, ob sie eine Empfehlung abgeben. Grascha stellt klar, dass der größte Teil der Richert-Wähler keinem politischen Lager zugeordnet werden könne. „Das war ein sehr durchwachsener Wählerkreis.“ Richerts Wahlergebnis bewertet der FDP-Kreischef als „sehr gut“. Leider habe man mit der Logistik der großen Parteien im Wahlkampf nicht mithalten können.

Als „ausgesprochen fair“ bezeichnete am Montag Uwe Schwarz, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Northeim-Einbeck, den bisherigen Landratswahlkampf. Angesichts der Tatsache, dass Astrid-Klinkert in weiten Teilen des Landkreises relativ unbekannt gewesen sei, könne man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Nun gelte es, die Menschen davon zu überzeugen, dass eine Fachfrau aus der Verwaltung Landrätin werden soll.

Das „respektable Abschneiden“ Richerts zeigt nach Ansicht des CDU-Kreisverbands-Chefs Dr. Roy Kühne, dass Verwaltungskompetenz bei der Wahl ein wichtiges Kriterium war. Das Ergebnis der Stichwahl sei völlig offen, allerdings sei Garmissen als Verwaltungsrechtler und Unternehmer die bessere Ergänzung für die bereits gut funktionierende Verwaltungsspitze im Kreishaus. (goe/nik)

Von Richert, der als Einzelbewerber von der FDP unterstützt wurde, war noch keine Wahlempfehlung herauszukitzeln. Nur so viel: „Ich werde wahrscheinlich am Mittwoch eine abgeben. Zuvor muss ich mich noch abstimmen und auch eine Nacht drüber schlafen.“

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