Northeimer Ruhewald muss gesperrt werden

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Förster Jonas Fürchtenicht bringt an einem Baum im Bereich des Friedwaldes eine Markierung an. Dieses Exemplar muss aus Sicherheitsgründen lediglich von einigen trockenen Ästen befreit werden. Von mehreren 20 Meter hohen Lärchen werden hingegen nur etwa vier bis fünf Meter hoher Stamm übrig bleiben. 

Der Northeimer Ruhewald wird in der kommenden Woche von Dienstag, 17. März, bis voraussichtlich Samstag, 21. März, für Besucher gesperrt.

Das hat Förster Jonas Fürchtenicht mitgeteilt. Grund für die Sperrung sind Holzfällarbeiten in dem Bereich.

„Eine Überprüfung der Bäume hat ergeben, dass hier aus Sicherheitsgründen dringender Handlungsbedarf besteht“, sagt Fürchtenicht und erklärt, dass ein Großteil der Arbeiten nicht in direktem Zusammenhang mit den Folgen der Trockenheit in den vergangenen zwei Jahren stehe. „Dass bei einigen Buchen und Eichen hier jetzt trockene Äste im unteren Bereich der Stämme entfernt werden müssen, ist bei diesen Arten eine ganz normale Pflegemaßnahme.“

Anders sieht es laut Fürchenicht allerdings bei den etwa 25 Lärchen aus, die auch schon mit bunten Bändern gekennzeichnet wurden. Hier seien die Folgen der Trockenheit mittlerweile nicht mehr zu übersehen. An einem der Bäume sei bereits ein Specht beobachtet worden, der unter der Rinde nach Nahrung gesucht habe.

„Das ist ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass ein Baum bereits stark geschädigt ist“, so Fürchtenicht. Daher bleibe keine andere Wahl, als die betroffenen Lärchen auf etwa vier bis fünf Meter zu kürzen, um Risiken für die Besucher des Friedwaldes zu vermeiden.

„Wir bitten darum, unsere Absperrungen unbedingt zu beachten und sich nicht in Gefahr zu begeben“, appelliert Fürchtenicht an die Waldbesucher. „Geplant ist, dass die eigentlichen Fällarbeiten bis Freitag abgeschlossen sein sollen, aber möglicherweise brauchen wir auch noch den Samstag für die Aufräumarbeiten.“

Trotz der Regenfälle der vergangenen Wochen ist nach Einschätzung Fürchtenichts damit zu rechnen, dass es auch in diesem Jahr weitere Schäden als Folgen des Klimawandels zu beklagen geben wird. „Die Niederschläge haben dem Wald zwar gut getan, aber die Speicher sind noch lange nicht wieder ausreichend aufgefüllt.

Für die notwendigen Fällarbeiten im Bereich des Philosophenweges, wo mehrere altersschwache Buchen aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen (wir berichteten), laufen derzeit die Planungen. Wie Fürchtenicht mitteilte, müssen dort sehr wahrscheinlich nicht nur die direkt betroffenen Buchen, sondern darüber hinaus aus Platzgründen noch weitere direkt am Philosophenweg stehende Bäume entfernt werden. Ansonsten würden beim Fällen und Abtransport der Buchen jüngere Bestände, die für die weitere Entwicklung des Waldes eine große Bedeutung haben, beschädigt.

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