Start mit Plätzen und Achsen

Northeimer Sanierungsausschuss legt Prioritäten für Stadtsanierung fest

Medenheimer Platz an der Stadtmauer in Northeim
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Der Medenheimer Platz an der Stadtmauer in Northeim wird von der Bevölkerung bislang wenig als ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität wahrgenommen, sondern eher als Parkplatz.

Auf die Umgestaltung der öffentlichen Plätze in der Innenstadt und der zentralen Innenstadt-Achsen (Breite Straße, Mühlenstraße) sollen sich die Planer der Northeimer Innenstadt zuerst konzentrieren.

Northeim – Ziel der Sitzung, bei der alle Ausschussmitglieder online zugeschaltet waren, war es, eine Prioritätenliste zu erstellen. Darum hatte das Bochumer Planungsbüro „Stadtguut“ gebeten, das für die Stadt das Entwicklungskonzept für die Innenstadt fortschreibt und Handlungsvorschläge für die Stadtsanierung unterbreiten soll.

Die Politik sollte zwei Handlungsfelder vorgeben, mit denen gestartet werden soll. Vorgelegt wurde ein Zwischenbericht „Städtebaulich-gestalterisches Rahmenkonzept für die Innenstadt Northeim“. Darin sind aus einer Analyse der Innenstadt sieben Handlungsfelder entwickelt worden.

Digitale Punktevergabe

Zur Ermittlung der Reihenfolge, was die Politik für am wichtigsten hält, hatte sich das Bauamt eine digitale Punktevergabe einfallen lassen: Jedes der elf Ausschussmitglieder hatte zwei Punkte zu vergeben. Heraus kam dabei folgende Priorisierung:

  • 1. Die Umgestaltung der innerstädtischen Freiräume. Dazu zählen neben dem Münsterplatz, dessen Umgestaltung schon durchgeplant ist, der Markt und kleine Markt, der Kirchplatz mit Sixti-Umfeld, der Medenheimer Platz, die Stadthallen-Vorplätze und die City-Center-Eingänge. Dieses Handlungsfeld bekam 8 Stimmen.
  • 2. Aufwertung der zentralen Achsen durch die Innenstadt durch Umgestaltung. (7 Voten).
  • Einig war sich der Ausschuss, dass trotzdem alle Handlungsfelder wichtig seien. Insbesondere die Aufwertung der Wallanlagen (3. Platz mit 4 Stimmen) sollte nicht aus den Augen gelassen werden, drängte dabei Hildegard Pavel (SPD), zumal dafür Zuschüsse in Aussicht stünden. Zuvor müsse aber ohnehin noch gewartet werden, bis die Wallanlagen nachträglich ins Sanierungsgebiet aufgenommen sind. Der endgültige Bescheid stehe noch aus, hieß es vom Bauamt.

Priorisierung steht noch aus

Noch zu klären sein wird, ob für die Umgestaltung der Plätze und Achsen Wettbewerbe ausgeschrieben werden sollen, oder ob dies vielleicht auch das Bochumer Büro machen kann, so ein Vorschlag in der Sitzung.

Nach der jetzt erfolgten ersten Ausschussempfehlung muss der Stadtrat noch die Priorisierung der Sanierungsmaßnahmen beschließen. (Axel Gödecke)

Planer schlagen sieben Handlungsfelder vor

Hier alle sieben Handlungsfelder, die das Planungsbüro für die Innenstadtsanierung vorschlägt: Aufwertung öffentlicher Plätze (8 Ausschussvoten), Aufwertung der zentralen Achsen (7), Qualifizierung der Wallanlagen (4), Aufwertung des Wohnumfelds und der Innenhöfe der innerstädtischen Bebauung (3), Erneuerung der Ringstraßen entlang der Stadtmauer, Neugestaltung des Bereichs Am Klostergarten und Gestaltsicherung der historischen Bausubstanz. 

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