Mit einem Schülerunternehmen

Zwischen Deutschland und China: Schüler führen Handelsbeziehungen

Gratulation: Ministerpräsident Stephan (2. v. l.) stieß nach der Vertragsunterzeichnung beider Schulen in China mit BBS-Schulleiter Dirk Kowallick (links), Chinesischlehrerin der BBS 1 in Northeim Dr. Xiaojing Wang und dem Regionalkoordinator für Schülerfirmen, Marcus Krohn, an. Foto: privat/nh

Northeim. Zum Chinabesuch von Ministerpräsident Stephan Weil unterzeichneten die Berufsbildenden Schulen 1 Northeim und deren Partnerschule ein zukunftsweisendes Projekt.

Zum ersten Mal werden Schülerunternehmen in Deutschland und China in direkte reale Handelsbeziehungen eintreten. Möglich machen es die Berufsbildenden Schulen 1 in Northeim und deren Partnerschule im chinesischen Hefei in der Provinz Anhui.

Niedersachsen und die chinesischen Provinz Anhui feiern in diesem Jahr eine 30-jährige Partnerschaft. Die Berufsbildenden Schulen 1 Northeim unterhalten im Rahmen dieser Partnerschaft mit Unterstützung der Staatskanzlei, des Kultusministeriums, des Landkreises Northeim und des Bildungsministeriums der Provinz Anhui seit 2008 eine enge Kooperation mit vier Wirtschaftsschulen Chinas in den Städten Hefei und Anqing.

Nun erweitern die BBS 1 Northeim und ihre Partnerschule in Hefei, das Anhui Business Vocational College (ABVC), ihre Zusammenarbeit um ein bislang einmaliges Projekt zwischen Deutschland und China. Schülerunternehmen beider Schulen werden mit realen Gütern den Ex- und Importprozess gestalten.

Den Anfang wollen die Northeimer BBS-Schüler mit dem Versand von Northeim-Souveniers aus dem Angebot der Northeim Touristik machen.

Zur Vertragsunterzeichnung am Rande der Partnerschaftsfeierlichkeiten und zur anschließenden Gratulation über den Abschluss der Vereinbarung hatte sich denn auch viel Prominenz eingefunden. Neben Ministerpräsident Stephan Weil war dies Staatssekretärin Birgit Honé von der niedersächsischen Staatskanzlei. Diese betonte, dass die BBS 1 Northeim und die ABVC in Hefei als Leuchttürme für China und Deutschland gelten könnten, an denen sich möglichst viele berufliche Schulen beider Länder orientieren sollten.

Chinakaufleute

BBS-Schulleiter Dirk Kowallick fasste den Kerngedanken des Kontinente übergreifenden Im- und Exportprojekts zusammen: „Im Vordergrund stehen die unterrichtlichen Aspekte wie Zollverkehr, Faktorisierung und Finanztransaktion und nicht das Volumen des Warenhandels.“

Das Projekt bedeute zudem einen Kompetenzgewinn für die Northeimer Berufsschüler, die an der deutschlandweit einmaligen Zusatzqualifikation Chinakaufmann/-frau teilnehmen. (goe)

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