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Northeimer Schüler machten Werbung für Demokratie

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Von: Axel Janßen

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Junge Frauen und Männer mit Urkunden vor der Stadtmauer
Diese jungen Frauen und Männer haben sich als Botschafter für die Demokratie engagiert. Zum Abschluss der im Vorfeld der Landtagswahl stattgefundenen Aktion erhielten sie ihre Zertifikate. © AXEL JANSSEN

21 Botschafter für Demokratie erhielten ihre Zertifikate.

Northeim – Mit der Pflanzung einer Eberesche auf dem Alten Friedhof in Northeim und der Übergabe der Zertifikate endete für 21 neue Demokratie-Botschafter eine anstrengende Zeit. Nach intensivem Training vermittelten sie in vielen Unterrichtsstunden an der Northeimer BBS I und dem Gymnasium Corvinianum demokratisches Basiswissen rund um die Landtagswahl 2022.

Karen Pollok, Rechtsanwältin und Projektleiterin in der Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms „Demokratie leben“ im Stadtjugendring Northeim freute sich über viele Teilnehmer bei der Ehrung der 21 jungen Demokratiebotschafter. Die Aktion des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend will das demokratische Engagement aller Bürger vor Ort fördern, die Zivilgesellschaft stärken und die demokratische Beteiligung fortentwickeln. Steffi Turano (Kreisvolkshochschule Northeim) und Pollok hatten die vielen Themen rund um Wahlrecht, Stimmabgabe, Wahlwerbung und Auszählung in einem interessant gestalten Magazin zusammengestellt, das anschließend durch die Demokratiebotschafter in eigens dafür eingerichteten Unterrichtsstunden verteilt wurde. „Als Schule haben uns über das Angebot sehr gefreut“, so Christoph Dönges, Schulleiter am Gymnasium Corvinianum in seinem Grußwort. Es sei wichtig, in guten Zeiten Resilienz aufzubauen, spielte Dönges auf die aktuelle politische Lage an.

Peter Beushausen, stellvertretender Schulleiter an der BBS, betonte zudem die Reichweite der Aktion: „40 Unterrichtsstunden allein an der BBS, das heißt 800 Schüler haben sich eingehend mit den Landtagswahlen beschäftig“, so Beushausen, dessen Schule viele junge Erwachsene besuchen.

In ihrer Dankesrede betonte Alissia Sara Eggert (BBS I), dass es ein Privileg sei, zur Wahl gehen zu könne. Vielen Menschen hätten dies nicht. Volkan Güney, Schüler am Corvinianum, wies daraufhin, dass sich gerade in Zeiten der Pandemie viele Menschen sich immer wieder mit der Frage beschäftigt hätten, welche Einschränkungen mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar sei. Da Extremisten versuchten, die Demokratie auszuhebeln, brauche es Menschen, die die Demokratie verteidigten und schützen.

Nach der Pflanzung der Eberesche – der zweiten nach der erfolgreichen ersten Aktion zur Bundestagswahl – und der Übergabe der Zertifikate luden Stadtjugendring, Koordinations- und Fachstelle „Demokratie leben“ und die Projektgruppe zu einem kleinen Imbiss ein. (Axel Janßen)

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