Northeimer Sorgen vor Oberliga-Gastspiel in Spelle

Alles im Griff! Neuzugang Lamine Diop (Zweiter v. li.) brachte Eintracht Northeim um Christoph Ziegler (re.) vor der Pause in Führung. Im Testspiel am Mittwochabend feierte die Auswahl der Vereinigung der Vertragsfußballer um Maurice Fiolka dennoch einen 2:1-Erfolg. Foto: zij

Northeim. Der Start in die neue Oberliga-Saison ist geglückt, doch jetzt wollen die Fußballer von Eintracht Northeim nachlegen. Am Sonntag (15 Uhr) steht das Team von Trainer Wolfgang Schmidt beim SC Spelle-Venhaus erstmals in einem Auswärtsspiel auf dem Prüfstand.

„Natürlich wollen wir nach unserem Sieg zum Auftakt über Bückeburg nachlegen. Es gibt allerdings leichtere Aufgaben, als in Spelle zu punkten“, sagt der Coach des Tabellensiebten.

Am Mittwochabend sammelte Schmidt wichtige Erkenntnisse. Beim 1:2 (1:0) im Testspiel gegen die Vereinigung der Vertragsfußballer (VdV) reichte die Pausenführung von Neuzugang Lamine Diop nicht zum Sieg. „Egal ob Diop, Grunert oder Baar: Sie haben das gut gemacht und wir haben uns als Team gut präsentiert. Der Test war gut für unsere Spielfitness. Schade, dass wir den verdienten Punkt nicht geholt haben“, sagt Schmidt. Diops Treffer zwei Minuten vor der Pause drehte die Auswahl durch Toren von Andreas Stieber (64.) und Alassane Quedraogo (76.) zum Sieg. Auch deshalb, weil Northeims Nils Hillemann fünf Minuten vor dem Ende einen Foulelfmeter verschoss.

Verrücktes Auswärtsspiel

Im vergangenen Jahr gab es in Spelle eine ganz verrückte Partie – mit dem besseren Ende für die Eintracht. „Auf eine Wiederholung kann ich liebend gerne verzichten“, sagt Eintrachts Team-Manager Hartmut Denecke im Rückblick. Seine Mannschaft lag nach 55 Minuten und Toren von zweimal Mohebieh sowie Zimmermann und Hillemann mit 4:0 in Führung, als die Gäste plötzlich aufdrehten und auf 3:4 verkürzten. Auch das fünfte Northeimer Tor durch Hillemann brachte keine Sicherheit, denn Spelle-Venhaus gelang 13 Minuten vor dem Schlusspfiff der erneute Anschlusstreffer. „Bis zum Spielende haben wir dann alle kräftig gezittert. Als der Schlusspfiff endlich ertönte, waren wir alle richtig geschafft“, kommentierte Denecke den kuriosen Auswärtssieg am 10. Mai dieses Jahres.

Genau wie Eintracht kam auch Spelle-Venhaus gut aus den Startlöchern. Bei Teutonia Uelzen feierte der Vorjahressechste einen imposanten 5:1-Erfolg, bei dem Vorjahres-Torjäger Sascha Wald und Thorben Stegemann jeweils einen Doppelpack erzielten.

Sechs Spieler fehlen

„Spelle spielt ähnlich wie wir, sie sind aber vor allem auswärts richtig stark“, sagt Schmidt über den Gegner. Mehr Sorgen als der Kontrahent bereitet dem Northeimer Trainer aber das eigene Lazarett. Immerhin droht in Spelle der Ausfall von sechs verletzten oder angeschlagenen Spielern. Innenverteidiger Sebastian Marx fehlt gelb-rot-gesperrt, sein Nebenmann Patrick Gemende hat Leistenprobleme. Mit Thorben Rudolph (muskuläre Probleme) und Patrick Sieghan (Knieprobleme) drohen zwei Offensivspieler auszufallen. Rechtsverteidiger Libasse N’Diaye (Knieprobleme) und Rafael Sieghan (Kreuzbandriss) fehlen definitiv. Schmidt: „Wir haben nur 20 Spieler im Kader. Da müssen jetzt andere Spieler einspringen.“ (raw)

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