Zu Engpässen kommt es dennoch nicht

Northeimer Tafel: Flüchtlinge steigern Nachfrage

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Hilfe für Bedürftige: Carolin Hebeck, Betriebsleiter Heinz-Werner Begau, Karsten Kaune und Sina Bikirov bereiten in der Northeimer Tafel gespendete Nahrungsmittel für den Verkauf vor.

Northeim.Trotz gestiegener Nachfrage durch Flüchtlinge gibt es in der Norheimer Tafel keinen Engpass bei der Versorgung von Bedürftigen.

Der Landkreis Northeim hat bislang 1018 Flüchtlinge aufgenommen. Das macht sich inzwischen auch an den Ausgabestellen der Northeimer Tafel, die auch für Nörten-Hardenberg zuständig ist, bemerkbar.

„Wir haben da noch keine konkreten Zahlen, aber derzeit gehen wir davon aus, dass etwa drei Viertel unserer Kunden mittlerweile Menschen mit Migrationshintergrund sind“, sagt Wolfgang Bauer, Vorsitzender des Vereins Northeimer Tafel. Das seien allerdings nicht nur aktuelle Flüchtlinge. Bereits seit vielen Jahren nutzten viele ausländische Mitbürger das Angebot. Der Anteil habe sich aber eindeutig erhöht.

„Wir haben uns auf diese Entwicklung eingestellt, insbesondere was das Angebot an Fleischprodukten für Menschen muslimischen Glaubens angeht“, beschreibt Bauer die aktuelle Situation.

Er legt großen Wert auf die Feststellung, dass durch die größere Nachfrage keinesfalls die Versorgung der bisherigen Kunden gefährdet sei. „Es gibt nach wie vor genügend Lebensmittelspenden, um den Bedarf für alle zu decken“, betont Bauer, um eventuellen Neiddebatten vorzubeugen.

Allerdings sei die ehrenamtliche Arbeit der Tafel auch weiterhin auf Geldspenden angewiesen, um die Kosten für Miete, Heizung und den Betrieb des Kühlfahrzeugs tragen zu können. „Wir fahren immerhin 30 000 Kilometer im Jahr, um die Nahrungsmittel einzusammeln.“

Anlässlich des Bundestafeltages wird die Northeimer Tafel am Samstag, 26. September, von 11 bis 12.30 Uhr in Northeim kostenlos Nahrungsmittel an ihre abholberechtigten Kunden ausgeben. Als Gast wird sich Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser an der Ausgabe beteiligen. Außerdem wird der Vorstand an diesem Tag allen Besuchern Kaffee und Kuchen servieren.

Die Uslarer Tafel ist laut Vorstandsmitglied Gerry Eger von der Flüchtlingsproblematik derzeit überhaupt nicht betroffen. (nik/fsd)

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