Verwaltung stellt Haushalt 2020 vor

Die Stadt Northeim investiert in den kommenden Jahren kräftig

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Dies soll das neue Gewerbegebiet-West (gelbe Markierung) werden. Foto: Axel Gödecke

Der Haushalt der Stadt Northeim für 2020 wird, was die laufenden Einnahmen und Ausgaben betrifft, auch wieder ein ausgeglichener sein. 

Das sagte Northeims Bürgermeister Simon Hartmann bei der Einbringung des Etatentwurfs im Rat. Er schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 53,8 Millionen Euro, zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Ausgleich sei allerdings nur durch sparsames Wirtschaften möglich, da die Stadt unter anderem 2020 Jahr wegen der nachlassenden Konjunktur mit einem Gewerbesteuerrückgang gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre um 1,7 Millionen Euro auf nur noch elf Millionen Euro rechne. Hartmann: „Das ist schon ein Schlag ins Kontor“.

Trotzdem, so der Bürgermeister, setze er und seine Verwaltung auf Investitionen, um die Stadt zukunftsfähig zu machen. Der Etatentwurf sehe bis 2023 ein dickes Investitionsprogramm in Höhe von 40,1 Millionen Euro vor. Die wichtigsten Punkte darin seien der Ersatzneubau der Schuhwallhalle mit einem derzeit geschätzten Gesamtkostenvolumen von 12,7 Millionen Euro, die Erschließung des neuen Gewerbegebiets-West für insgesamt 13,7 Millionen Euro (erhoffte Zuschüsse: 6,5 Millionen Euro), die Stadtsanierung und -aufwertung mit zunächst einer Million Euro (Förderung: 760 000 Euro), der Kauf von mehreren Feuerwehrfahrzeugen und der Neubau einer Mensa und eines Hortes an der Grundschule am Sultmer (1,1 Millionen Euro). In den Ortschaften werde die Stadt in den nächsten drei Jahren 3,3 Millionen Euro investieren und zudem den Ortsräten jährlich über eine halbe Million Euro zur selbstständigen Bewirtschaftung geben.

Nur für das kommende Jahr sieht der Haushalt Investitionen von 16,5 Millionen Euro vor, davon 1,3 Millionen in den Ortschaften. Größter Brocken ist die Erschließung des Gewerbegebiets-West mit einem ersten Betrag von 6,1 Millionen Euro, die Stadtsanierung mit 1,03 Millionen Euro und der Neubau der Schuhwallhalle mit zunächst zwei Millionen Euro.

Hinzu kommen in 2020 laut Hartmann für Instandhaltunsmaßnahmen im Hochbaubereich (hauptsächlich in Schulen und Kindertagesstätten) Ausgaben von 1,9 Millionen Euro sowie im Tiefbaubereich in Höhe von 1,6 Millionen Euro (Sanierung von Straßen und Brücken sowie für Baumpflege). Zur Finanzierung der Investitionen sei die Stadt auf Kreditaufnahmen in Höhe von 10,5 Mio. Euro angewiesen. Ziehe man die langfristig vereinbarte Tilgung ab, dann belaufe sich die Netto-Neuverschuldung der Stadt in 2020 auf 8,7 Millionen Euro. Die vom Rat vor Jahren festgelegte freiwillige Sondertilgung von 500 000 Euro im Jahr könne aufgrund der großen Investitionen auch dieses Jahr nicht eingehalten werden.

Investitionen: 16,5 Millionen Euro allein in 2020

Der Haushaltsentwurf der Stadt für 2020 sieht 16,5 Millionen Euro an Investitionen vor. Hier die größten Posten:

  • Industriegebiet-West Erschließung: 6 Mio. Euro, erste Rate,
  • Stadt-Sanierung Innenstadt: eine Mio. Euro, erste Rate,
  • Ersatzneubau Schuhwallhalle: 1,9 Mio. Euro, erste Rate,
  • Löschgruppenfahrzeug (HLF) für Northeim: 680.000 Euro,
  • Brückenbau Stöckheim: 350.000 Euro,
  • Grundstückskauf Realschule: 420.000 Euro (inkl. NK),
  • Stadtwald-Aufforstung: 187.000 Euro,
  • Digitalisierung Schulen: 100.000 Euro und
  • Erneuerung von Spielgeräten: 100.000 Euro.

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