Northeimer Waldbühne liegt im Wachkoma

Waldbühne Northeim. Foto: Plikat

Northeim. Auch das Gezwitscher der Vögel und Sonnenschein können nicht darüber hingwegtäuschen: Die Northeimer Waldbühne ist ins Wachkoma gefallen.

Dass die Waldbühne eigentlich schon tot ist, will Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser aber nicht gelten lassen. Wie schon im vorigen Jahr betont er, dass er in Verhandlungen mit einem Veranstalter stehe, der „ausprobieren möchte, ob sein Konzept für die Waldbühne angenommen wird“, so der Bürgermeister. Doch eingetütet ist noch nichts. Um wen es sich handelt, will Tannhäuser nicht verraten. Aber: Ganz ohne den Betreiber des benachbarten Hotels „Freigeist“, Carl Graf von Hardenberg, werde die Wiederbelebung der Waldbühne nicht funktionieren. „Das geht nur in Kooperation“, so Tannhäuser.

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Allerdings, so betont er, gehöre das Projekt Waldbühne nicht zu den wichtigsten Aufgaben der Stadt Northeim. „Wir haben derzeit die Mehrzweckhalle Höckelheim, die Brückensanierung in den Dörfern und die neue Drehleiter für die Northeimer Feuerwehr auf dem Schirm. Das hat Vorrang.“ Wenn diese Punkte abgearbeitet seien, könnte man sich über die Waldbühne unterhalten. Zudem sei dafür aktuell gar kein Geld bei der Stadt vorhanden.

„Unsere wunderschöne Northeimer Waldbühne hat riesiges Potential, ist aber auch ein sehr sensibles Thema. Und das schon seit vielen Jahren“, betont der Bürgermeister. Er versspricht, dass sie nicht komplett in Vergessenheit geraten wird.

Übrigens ein Zeichen dafür, dass die Bühne noch nicht tot ist, sondern „nur“ im Koma liegt: Seit einiger Zeit nutzen Northeimer Sportgruppen mit städtischer Genehmigung das Bühnenrund und die steilen Treppen als Trainingsort.

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