Die Northeimerin Alina Schimpf startet bei der Karate-EM

Artistik im Training: Alina Schimpf (re.) demonstriert mit Janne Haubold die hohe Kunst des Karate-Sports. Das Ziel der 15 Jahre alten Schülerin aus Northeim bei den Europameisterschaften im Februar in Zürich ist ein Platz auf dem Treppchen . Foto: Niesen

Northeim. Die Northeimerin Alina Schimpf will sich bei den Karate-Europameisterschaften in Zürich (Schweiz), 4. bis 8. Februar, einen Titel erkämpfen.

„Es wird schwierig, weil die Konkurrenz wesentlich härter ist, aber eine Platzierung wäre schon schön“, sagt die Schülerin Schimpf. Und ihr Trainer Mark Haubold vom Verein Funakoshi Karate Northeim ergänzt: „Was wir dafür brauchen, ist eine große Schaufel voll Glück.“

Der nur 1,55 Meter große Karate-Floh hatte schon vor zwei Jahren bei der zehnten Auflage des Northeimer Stadtpokals von seinem Traum gesprochen, Europameister zu werden. Den ersten Schritt hat Schimpf mit der Qualifikation für die EM geschafft. Jetzt muss sie sehen, was sie auf dem internationalen Parkett in Zürich erreichen kann.

Hoher zeitlicher Aufwand

In Deutschland gehört die 15-Jährige bereits zu den Besten ihres Fachs Kumite. Das heißt übersetzt so viel wie „freier Kampf“. Bei den Deutschen Meisterschaften 2014 in Erfurt qualifizierte sie sich mit einem zweiten Platz für die EM. Nur ganz knapp unterlag sie damals ihrer Kontrahentin. „Nach einem Unentschieden votierten die Kampfrichter 2:3 gegen Alina. Dabei war sie die aktivere Kämpferin“, zeigt Haubold noch heute sein Unverständnis über die Kampfrichterentscheidung.

Die junge Athletin, die in die zehnte Klasse des Northeimer Gymnasiums Corvinianum geht, bereitet sich intensiv auf die EM vor. Viermal in der Woche trainiert sie mit dem Karate-Weltmeister von 1998 in seiner Sportschule Am Bleichewall. Über das Wochenende fährt sie dann ihr Vater Witalij Schimpf zum Training des deutschen Nationalkaders ihrer Altersklasse nach Waltershausen in Thüringen, wo sie unter der Leitung von Bundesjugendtrainer Klaus Bitsch trainiert: „Bis zu drei Einheiten am Tag. Wir haben auch schon morgens um 5.15 Uhr mit dem Training begonnen“, sagt sie.

Die Eltern unterstützen ihre Tochter wo es nur geht. „Am Wochenende fahren wir Alina zu Wettkämpfen“, sagt Vater Witalij. „Die Kilometer auf meinem Tacho im Auto kommen nur vom Karate.“

Bei der EM wird es für Northeims Karatefloh am 6. Februar ernst. Die Vorrunde in ihrer Klasse „Kumite bis 47 Kilogramm Kadetten“ – so werden die bis einschließlich 15 Jahre alten Kämpfer international genannt – beginnt um 14 Uhr. Das Finale ist um 19 Uhr angesetzt.

Wie ihre Konkurrentinnen wird Alina am Wiegetag vor den Wettkämpfen noch ein bis zwei Kilo Gewicht abbauen müssen. Sie darf deshalb vorher nur wenig essen und muss auf Salz verzichten, damit kein überflüssiges Wasser im Körper gebunden wird. Papa Schimpf mit einem Schmunzeln: „Alina freut sich dann immer auf das Frühstück am Wettkampftag.“

Die Karate-EM live im Internet unter:  www.sportdata.org

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